Stadtverband will selbst Vorschläge erarbeiten - Dusch-Gebühr: Vereine nass gemacht
Sport soll 25 000 Euro sparen

Um ihre Sparbemühungen zu unterstreichen, soll die Stadt in allen Bereichen die Kosten verringern. Egal, ob um 5 Millionen Euro oder um 5 Euro. Auch beim Sport. Der soll mit 25 000 Euro beteiligt werden. Das sind rund 10 Prozent der direkten Förderung.

Nach einem Vorschlag von Bürgermeister Lothar Höher (CSU) soll der Stadtverband für Leibesübungen in seiner nächsten Sitzung (voraussichtlich am 10. Februar) selbst Vorschläge erarbeiten, wie und wo eingespart werden könnte. Höher und auch Präsident Herbert Tischler machten aber schon im Vorfeld deutlich, dass der Betriebs- und Instandsetzungszuschuss (derzeit 162 000 Euro pro Jahr) unangetastet bleiben sollte. Ansonsten würde man die Vereine bestrafen, die über eigene Sportstätten verfügen. Auch der Jugendzuschuss (36 000 Euro) müsse tabu bleiben. Damit bleibt von der direkten finanziellen Förderung nur der Pro-Kopf-Zuschuss (etwa 50 000 Euro) übrig. Tischler will ferner an der Sportlerehrung festhalten.

Zum von der Verwaltung ins Spiel gebrachten "Betriebszuschuss Schätzlerbad" an den Schwimmverein sagte dessen Vorsitzender Reinhard Meier, dieser habe mit Sport nichts zu tun. Das sei eine andere Baustelle. Offen ist noch die Einführung einer Hallennutzungsgebühr, wobei der bürokratische Aufwand dem entgegensteht.

Plötzlich 3000 Euro fällig

Dr. Matthias Loew (SPD) verwies auf die Dusch-Nutzungsgebühr, die derzeit mit 80 Cent pro Belegung "eher symbolischer Art" sei. "Hier muss man rangehen." Gertrud Greiner (Stadtverband) forderte eine zeitnahe Abrechnung. Es sei unmöglich, dass mehrere Jahre abgewartet werde, "und dann muss ein Verein plötzlich 3000 Euro bezahlen".
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