Stadtwerke ganz modern

Die Stadtwerke rollen den roten Teppich aus: am Donnerstagnachmittag für die Ehrengäste, die zur Einweihung des Erweiterungsbaus kamen. Künftig jedoch auch für die Kunden, auf die nun ein neues Dienstleistungszentrum wartet.

Ungewöhnlich wie das von Architekt Christoph Thomas geplante Gebäude gestalteten die Vorstände Johann Riedl und Christine Melischko die Feier, die die "Bounce Dance Society" als "tanzende Stadtwerkefarben" eröffneten. Gemeinsam mit Verwaltungsratsvorsitzendem und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß durchschnitten Riedl und Thomas das rote Band. Angesichts der hochsommerlichen Hitze lud Riedl die Festgäste, darunter Planer, Baufirmen und Verwaltungsrat, zur Feier ins neue, klimatisierte Dienstleistungszentrum, das nun "einen ganz modernen Style" zeigt.

Der Vorstandssprecher betonte, die gute Entwicklung der Stadtwerke habe den Erweiterungsbau nötig gemacht, vor allem im Kundenbereich. "Was wir bisher hatten, war antiquiert." Jetzt gebe es Beratungsplätze mit Multimedia-Anschlüssen. Die Bausumme unterschritt deutlich die Kostenschätzungen. "Wir haben sehr genau geplant und wirtschaftlich gebaut." Riedl dankte allen am Bau Beteiligten, besonders Architekt Christoph Thomas, dessen Bauleiter Reinhold Knorr und dem Stadtwerke-Bauleiter Stefan Schinabeck.

Brennstoffzelle geplant

Mit der zwei Millionen Euro teuren Investition sei die Standortfrage für die Stadtwerke entschieden. Nun werde die weitere Nutzung des Rest-Areals geplant, das mit dem Wittgarten-Durchstich hohe Bedeutung erhalte. "Unser Kundencenter liegt nur 250 Meter von der Max-Reger-Straße entfernt." Riedl kündigte einen Eigenversuch an: Die Stadtwerke würden verstärkt Innovationen zeigen und dazu eine Brennstoffzelle als Energieerzeuger betreiben.

OB Seggewiß betonte, das Projekt sei "nicht protzig, sondern angemessen". Es biete ideale Arbeitsbedingungen. "Hut ab vor dieser Leistung." Die Stadtwerke hätten sich als Kommunalunternehmen neu positioniert, seien auch erfolgreich im Stromgeschäft tätig. Er bedauerte, dass die Politik die Energiewende "zerschossen" habe. So sei etwa das Blockheizkraftwerk, mit dem die Stadtwerke die Nachbarschaft (Pfarrkirche Herz Jesu) versorgen wollten, unrentabel geworden.

Die Stadtwerke stünden für die dezentrale Energieversorgung. "Aber uns werden Knüppel zwischen die Beine geworfen." Seggewiß deutete an, dass die Stadtwerke mit den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth eine Biogasanlage betreiben wollen, die mit Grünabfällen (Biotonne) gespeist wird. Dies wiederum ist eine alte Forderung von CSU-Stadtrat Hans Sperrer.

Die Erweiterung der Verwaltung wertete Architekt Christoph Thomas als "ersten Baustein der neuen Stadtwerke". "Der klare, selbstbewusste, moderne Baukörper hat die Kraft, den Kopf der neuen Anlage darzustellen". Mit ihm sei die gesamte Erschließung des Areals neu geordnet und nach Norden "gedreht" worden. Unterstützt von Prof. Brautsch, sei die energetische Ausrichtung optimal gelöst. Thomas überreichte an die Vorstände den großen Schlüssel.
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