Standesgemäße Schlichtheit

Architekt Roland Weigl, Alt-Bürgermeister Gotthard Färber, Staatsforsten-Vorstand Reinhardt Neft, stellvertretender Landrat Franz Birkl, Riedens Bürgermeister Erwin Geitner und dessen Ensdorfer Amtskollege Markus Dollacker (von links) waren Ehrengäste der Einweihungsfeier.

Schmuck kommt es daher und keiner sieht auf den ersten Blick, dass das neue Vilstalzentrum der Bayerischen Staatsforsten ein "zunftgemäßer" Holzbau ist. Auch das Innenleben schlägt nicht aus der Art. Es soll ausschließlich der Nachhaltigkeit dienen.

(sön) Voll im Zeitplan hat die Bayerische Staatsforsten ihr geplantes Bauvorhaben in Vilshofen am alten Festplatz umgesetzt. Das neue Vilstalzentrum wurde am Freitag eingeweiht. Reinhardt Neft, Vorstand des Staatsunternehmens, betonte: "Wir wissen um den Reichtum unserer Wälder. Und wir wissen, dass wir für deren Erhalt und Weiterentwicklung gut ausgebildete und motivierte Menschen benötigen, die über das nötige Rüstzeug verfügen."

Das Vilstalzentrum müsse vor diesem Hintergrund als Ausbildungsstätte, Revier-, Büro- und Verwaltungssitz, Wildkammer und Schlechtwetter-Arbeitsplatz für Waldarbeiter verstanden werden, als ein echtes multifunktionales forstliches Zentrum auf dem neusten Stand der Technik. Pfarrer Gottfried Schubach und Pfarrerin Birgit Eberius-Schwalbe segneten das Zentrum. Nachhaltigkeit lautete gleichermaßen der Tenor ihrer Ausführungen. Pfarrer Schubach machte in dem Neubau einen "Ort der Nachhaltigkeit", die in der Liebe Gottes gründe, aus. Und Eberius-Schwalbe ergänzte: "Gott hat uns die Erde gegeben, und wir haben den Auftrag, nachhaltig mit ihr umzugehen."

Reviersitze konzentriert

Das forstliche Zentrum vereint mit seiner Inbetriebnahme die vier bisherigen Reviersitze Taubenbach, Wolfsbach, Ensdorf und Kastl-Ensdorf sowie den für diese Reviere zuständigen Einsatzleiter, führte Forstbetriebsleiter Thomas Verron aus. Damit werde es künftig nur noch eine zentrale forstbetriebliche Anlaufstelle in der Region geben. Zugleich kämen in dem Komplex die zentrale Lehrlingsausbildung für künftige Forstwirte unter. Eine installierte Wild-Kühlkammer trage den strengen Hygienevorschriften zur Vermarktung des Bioprodukts Wildbret Rechnung.

Wie es sich gehört

Das schlicht gehaltene Bauwerk füge sich hervorragend in die Landschaft ein, hob stellvertretender Landrat Franz Birkl hervor. Riedens Bürgermeister Erwin Geitner sieht in dem Vilstalzentrum als Ausbildungsstätte "eine Bereicherung für die Marktgemeinde". "Zunftgemäß", so Verron, sei das Haus als Holzbau, exakt in Holzständerbauweise, ausgeführt.

Der nachhaltig wachsende Rohstoff verkörpere mithin die Unternehmensphilosophie des "nachhaltig Wirtschaftens". Zudem sei der Komplex in einer "wahrlich meisterlichen Bauzeit" entstanden. Verrons Dank galt auch Alt-Bürgermeister Gotthard Färber, der bei der Grundstückssuche maßgeblich mitgewirkt habe.
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