Stardesignerin Anja Gockel präsentiert persönlich ihre Mode und will dabei herausfinden, wie ...
"125 Jahre sind ein gutes Argument"

Designerin Anja Gockel.
Königin Sylvia von Schweden oder Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow lieben ihre Mode. Auch Barbara Schöneberger oder Marietta Slomka tragen die Modelle mit dem Hahnenkamm-Emblem. Es ist das Markenzeichen von Designerin Anja Gockel. Wer will, kann die Frau, die Stars einkleidet, Chefin von 20 Mitarbeitern, Ehefrau und Mutter von vier Kindern ist, am Samstag, 15. November, in Weiden treffen.

Dann ist die 46-Jährige bei der Jubiläumsfeier 125 Jahre "Weidacher Hut und Mode" zu Gast, um persönlich ihre Kreationen bei den Schauen um 11 und 14 Uhr in dem Geschäft am Oberen Markt zu präsentieren. Noch aber sitzt sie im Auto, ist unterwegs von Aachen nach Mainz und telefoniert mit Redakteurin Simone Baumgärtner.

Weiden ist weder Weltstadt noch Modemetropole. Woher wissen Sie, wo die Stadt liegt?

Anja Gockel: Ehrlich gesagt, nur durch unsere Kunden. Obwohl ... Gerade fällt mir ein. Es war Weiden, wo mein Vater, ein Radiologe (Anm. d. Red. Dr. Hans-Peter Gockel), stets die Urlaubspraxis übernommen hat.

Interessant. Haben Sie sich deshalb ausgerechnet dieses kleine Städtchen ausgesucht, um Ihre Kollektion anzubieten? In Regensburg oder Nürnberg sucht die Kundin vergeblich danach.

Anja Gockel: Da kam Frau Weidacher auf uns zu. Sie hat in Berlin die Modenschau gesehen und in Düsseldorf gekauft. Da sagen wir natürlich nicht Nein und freuen uns über das Interesse.

Was sagt Ihnen der Name Andreas Moller?

Anja Gockel: Möller?

Nein, Moller. Sie könnten ihn aus Ihrer Zeit bei Vivian Westwood kennen. Heute führt er das Atelier seiner Familie hier in Weiden unter dem Namen "Andreas Moller bespoke couture since 1882" weiter und fertigt vor allem Maßanzüge. Sagt Ihnen das etwas?

Anja Gockel: Ich kenne einen Andreas. So heißt Vivians Mann. Ein anderer fällt mir nicht ein. Aber ich war ja auch nur ein Jahr in London.

Von London über Mainz nach Weiden. Sie kommen ja persönlich zu den Modenschauen bei "Weidacher Hut und Mode". Ist das nicht ungewöhnlich?

Anja Gockel: Ja, das ist es. Aber 125 Jahre sind auch ein gutes Argument. Genauso alt wie das Traditionsgeschäft ist der Eiffelturm in Paris. Wie lange sollte man noch warten, um ein solches Jubiläum gebührend zu feiern? Eben.

Noch ein paar Tage und sie treffen die modeinteressierten Weidenerinnen. War erwarten Sie sich von diesem Termin?

Anja Gockel: Dass ich viele nette Kundinnen kennenlerne. Mir ist wichtig zu wissen, wie die ticken, die meine Mode kaufen. Ich will keine Designerin sein, die im Elfenbeinturm sitzt und entwirft.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.