Statistischer Schrumpfkurs
Angemerkt

Die Stadt Neustadt verliert innerhalb von sechs Jahren 2,52 Prozent ihrer Einwohner und "wächst". Weiden zählt 0,72 Prozent weniger Bürger und "schrumpft". Dieses Urteil eines Bundesinstituts macht ratlos. Für eine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung ist es offenbar gar nicht so entscheidend, wie sich die Zahl der Einwohner verändert. Ausschlaggebend allein: die Gewerbesteuer-Einnahmen.

Weil große Weidener Unternehmen in Schieflage gerieten, kräftig investierten oder die Steuer anderswo am Hauptsitz abführten, musste die Stadt auf viele Millionen verzichten. Und das soll nun der Maßstab sein? Zukunftsperspektiven wie das Gewerbegebiet West IV oder die Belebung durch die "Stadtgalerie" lässt die Studie komplett außer acht. Den merkwürdigsten Parameter gewichtet sie am stärksten. Weiden schrumpft? Weiden wundert sich.



Nachgefragt Hetzjagd mit Folgen

Weiden. (ps) Der Unfallverursacher (20) wird wegen Straßenverkehrsgefährdung angezeigt. Der Führerscheinentzug ist ihm sicher, meint Polizeipressesprecher Karl Gaach zu den "Jagdszenen im Straßenverkehr", die sich am Montag zwischen Ullersricht und Rothenstadt abspielten (wir berichteten). Die Staatsanwaltschaft dürfte die Straftat außerdem mit einer Geldstrafe ahnden. Im günstigsten Fall. Denn wenn der Weidener (20) schon wegen gleich gelagerter Verkehrsverstöße vorgeahndet sei, könnte auch eine Freiheitsstrafe - "sicher mit Bewährung" - drohen.

Was war passiert? Nach bisherigen Erkenntnissen hatten ein Weidener (20) und ein 22-Jähriger aus dem Landkreis einen 20-Jährigen aus der Landkreismitte mit ihren Autos in die Zange genommen. Der vorausfahrende Weidener bremste abrupt ab, sein an dritter Stelle folgender Kumpan prallte mit voller Wucht gegen den Daihatsu des Opfers. Die Folgen: zwei Verletzte und 30 000 Euro Schaden.

Ob sich der 22-Jährige aus dem Landkreis, der letztlich auffuhr, mitschuldig gemacht habe, würden erst die Vernehmungen ergeben. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn die Tat nicht spontan erfolgt sei. Was allerdings jetzt schon feststeht, so Gaach: "Alle drei Beteiligten sind bereits durch Verkehrsverstöße aufgefallen."

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