Statt Pongratz-Haus FKK-Wiese

Ein Höhepunkt der Steiningloher Kirwa war das Baumaustanzen. Bei Temperaturen um die 30-Grad-Marke war das Mühlradl ganz schön kräfteraubend und die 15 Paare kamen mächtig ins Schwitzen. Bilder: u

Sie wurde zu einem Fest wie aus dem Bilderbuch - die Steiningloher Kirwa. Drei Tage lang ging es heiß her rund um den Kirwastodl samt seinem idyllischen Festplatz. Feuerwehr und Kirwaleit konnten sich als Veranstalter über Rekordbesucherzahlen freuen. Das herrliche Sommerwetter trug seinen Teil dazu bei.

Die Burschen mussten schon am Samstagnachmittag kräftig zupacken. Ihre Aufgabe war es, den 27 Meter hohen, aus dem Rechtlerholz stammenden und von den Moidln geschmückten Baum in die Senkrechte zu hieven - ein Unterfangen, das ihnen tadellos gelang.

Bevor es ans zünftige Feiern ging, versammelten sich die Gäste an der Dorfkapelle zum Gottesdienst. Die Messe wurde vom Ursulapoppenrichter Pfarrer Eduard Feichtmeier zelebriert und von der Gruppe Eviva musikalisch gestaltet. Nach dem Schlusssegen ging es zum Stodl. Dort heizte die Band Mir 3 und du die Stimmung kräftig an und animierte zum Tanzen.

Sehnlichst erwartet

Halbwegs ausgeruht machten sich die Burschen am frühen Sonntagnachmittag auf den Weg, um ihre Moidln mit dem Kirwawagen zum Baumaustanzen abzuholen. Auf dem voll besetzten Festplatz wurden die 15 Paare von ihrem Publikum schon sehnlichst erwartet. Musikalisch begleitet vom Birgl-Trio, bewiesen sie mit ihren perfekt dargebotenen traditionellen Tänzen, dass Eva Ries und Franziska Mader beim Einstudieren ganze Arbeit geleistet hatten. Der Batscher und die Sternpolka saßen genauso wie der Woldjaga und das Mühlradl. Das alte Oberkirwamoidl Christina Pfab überreichte zum Dank an Ries und Mader kleine Geschenke.

Mit selbst gestrickten Gstanzln nahmen die Boum und Moidln örtliche Gegebenheiten und auch sich selbst auf den Arm. Zielscheibe der Verse war vor allem das baufällige Pongratz-Haus: "Weg mit dem Schandfleck is unsre Devise, wir woll'n vüll lieber a FKK-Wiese!" Schließlich endete das Austanzen mit der Kür des neuen Oberkirwapaares. Beim Abbruch des obligatorischen Walzers hielten Melissa Ries und Tobias Lobenhofer den Blumenstrauß in Händen. Im Anschluss wurde zu den Birgl-Trio-Klängen ausgelassen gefeiert.

Den Baum versteigert

Dass bis in die Nacht Superstimmung herrschte und es auf dem Festplatz und im Stodl rund ging, dafür sorgten die Salleröder Boum. Ihre Klänge waren ganz nach dem Geschmack der Gäste. Zu später Stunde wurden viele Sachpreise und Gutscheine verlost. Als Baum-Gewinner wurde mit Stefan Schmidl aus Höhengau ein Kirwabursch gezogen, der ihn wieder versteigerte. Endgültiger Besitzer wurde Florian Dotzler aus Steiningloh.

Als goldrichtig erwies sich der Beschluss, erstmals einen dritten Kirwatag anzuhängen. Am Montag wurde nochmals der Grill angeschürt. Viele Firmen- und Behördenvertreter fanden sich zum Mittagessen ein.
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