"Stein-reich"

Anlässlich des 30. Jahrestags der Fertigstellung des Naturfreundehauses Trauschendorf gab"s ein großes Fest. Außerdem wurde die gut 1000 Exponate umfassende Sammlung um drei Vitrinen erweitert. Bilder: hcz (2)

30 Jahre alt ist das Naturfreunde-Haus Trauschendorf. Ein Grund zu feiern. Aber nicht nur. Das Jubiläum war auch Anlass, die dort bestehende geologische Sammlung um drei Vitrinen zu erweitern. Mit Steinen, die etwas älter sind als das Naturfreundehaus: 500 Millionen Jahre.

Mit einer "Stein-Niederlegung" eröffnete am Sonntag Oberbürgermeister Kurt Seggewiß eine neue Abteilung der geologischen Sammlung im Naturfreundehaus Trauschendorf. Anlässlich des 30. Jahrestags der Fertigstellung des Gebäudes wurde die gut 1000 Exponate umfassende Sammlung um drei Vitrinen erweitert, die auf einer Anhöhe im Garten stehen.

"Es ist bekannt, dass Weiden 'Stein-reich" ist", bemerkte das Stadtoberhaupt, als er den 500 Millionen Jahre alten Gneis in den Schaukasten legte. Die neuen Vitrinen hatten Schüler des BFZ im Rahmen einer Projektarbeit unter Kursleiter Peter Schön und Sozialpädagogin Karin Benedikt gefertigt. Bei Hüttenwart Günther Grabs bedankten sich die Schüler mit einem Steinvogel.

Regierungsdirektor Martin Füßl sagte, dass die Trauschendorfer Sammlung eine der ältesten der nördlichen Oberpfalz sei und einen besonderen "Blick ins Lehrbuch der Geologie" biete. Hier sei ein "geologisches Fenster in die Erdgeschichte" offen.

Gut 150 Gäste fanden sich zum Jubiläum im Naturfreundehaus ein. Darunter viele der 18 Helfer, die damals in Eigenleistung einen Großteil der Bauarbeiten erledigt hatten. "Etwa 40 Prozent", schätzt Herbert Reil, sei ehrenamtlich erbracht worden. Der 89-Jährige war im Jahr 1985 Vorsitzender der damals über 200 Mitglieder zählenden Naturfreunde-Ortsgruppe. Auch 1947, bei der Wiedergründung der von den Nationalsozialisten aufgelösten Naturfreunde, war Reil - damals 21 und damit jüngstes Mitglied- schon dabei gewesen.

"Ein besonderes Familienfest" sei es, stellte der jetzige Vorsitzende Christian Weidner fest. Er freute sich, dass so viele Besucher das renovierte, von Grund auf modernisierte und neu möblierte Wanderheim besichtigten und auch den neu gestalteten Außenbereich bewunderten. Mehrere 100 Familien und Gruppen aus ganz Deutschland und auch aus anderen Ländern machten jedes Jahr in dem von Hüttenwart Günther Grabs verwalteten Naturfreundehaus preiswerten Urlaub, berichtete Weidner. Hinzu kämen internationale Jugendbegegnungen und Tagungen verschiedenster Vereine, wie etwa der "Freien Fotografen" unter der Leitung von Zaneta Weidner oder der Naturfreunde-Fotogruppe, die Sebastian Flaschel führt. Beide überbrachten Grüße und Glückwünsche.

Ein abwechslungsreiches Programm wurde den Besuchern geboten. Für Kinder gab es genug Spielmöglichkeiten. Geoparkrangerin Eva Ehmann führte Interessierte durch die umliegenden, geologisch interessante Gebiete. Die Gruppe "Fire of Hearts" zeigte atemberaubendes tänzerisches Können und Herbert Schmid & Band sorgte für stets angenehme musikalische Untermalung.
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