Stiftung aufwendig, Enttäuschung selten
Hintergrund

Hirschau. (ath) Schon von den gesetzlichen Vorgaben und Regularien her ist es in Deutschland nicht ganz einfach, eine Stiftung zu führen - vor allem, was die Ausschüttung der zweckbestimmten Gelder mit entsprechendem Nachweis und regelmäßigen Kontrollen durch die Behörden betrifft. Davon weiß Karl-Heinz Zubrod, der Geschäftsführende Vorstand der Klaus-und-Gertrud-Conrad-Stiftung, ein Lied zu singen. Er hat sich hier längst zum Fachmann entwickelt.

Auch die große Anzahl von Projektanträgen zu sichten und die am sinnvollsten erscheinenden herauszufiltern, ist ein "Riesenaufwand". Ohne dabei freilich die Garantie zu haben, immer die besten zu finden, selbst wenn Zubrod betont, dass die Trefferquote durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre schon bei 99 Prozent liegt. Dennoch ärgern sich er und Klaus Conrad über einen aktuellen Fall, in dem sie durch die Vermittlung eines hohen Landkreisvertreters eine Spende von 50 000 Euro bereits zusagten, die nun nicht abgerufen wird. Der ausgewählte Empfänger hat sich nach Vorlage seines Konzepts seit Monaten nicht mehr gemeldet, ließ sogar eine gesetzte Frist zur Antwort verstreichen.

Das sind manchmal die ernüchternden Erlebnisse im Alltag einer gemeinnützigen Stiftung, über die Klaus Conrad kopfschüttelnd sagt: "Da fällt einem nichts mehr ein." Entmutigen lassen er, seine Gattin und Karl-Heinz Zubrod sich davon nicht. Denn solchen Einzelfällen stehen Hunderte Erfolge und dankbare Menschen in vielen Teilen der Welt gegenüber, die in der Klaus-und- Gertrud-Conrad-Stiftung neben den anderen Fördermaßnahmen des Unternehmens (Sportförderung, Spenden und nicht zuletzt ein Kindergarten für Firmenmitarbeiter) einen Segen sehen.
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