Stoff fürs Fernsehen

Klaus Grünbauer im Gespräch mit Reporterin Beate Bastian: Mehr als 3 Millionen Menschen interessierten sich für die Sendung. Screenshot: fku

Der Titel der Sendung trifft's: "Vorsicht, Verbraucherfalle!" Genau das scheinen die Altkleidercontainer zu sein, die seit Monaten ungefragt in der Stadt aufgestellt werden. Am Montag beschäftigte sich auch die ARD mit den Fällen in Weiden. Weitere Beiträge sollen folgen.

Die Blechboxen wirken unscheinbar, das Geschäft dahinter ist so groß wie dubios: Seit Langem ärgern sich Weidener Grundstückseigentümer über eine Firma, die ungefragt Altkleidercontainer auf ihren Anwesen abstellt und Bitten ignoriert, sie wieder abzutransportieren. Nicht nur wir berichteten, im September war auch ein Team des Südwestrundfunks in der Stadt. Ein Ergebnis der Dreharbeiten war am Montagabend in der ARD zu sehen - und erreichte laut Branchendiensten 3,73 Millionen Zuschauer.

Die Reporter wählten Weiden als einen Schauplatz für den Beitrag über das Geschäft mit Altkleidern aus, weil sich damals in der Stadt die Fälle besonders häuften. Für die Sendung suchten sie mit Polizeisprecher Günther Burkhard zwei der Stellplätze auf: in der Vohenstraußer Straße und beim E-Center in der Unteren Bauscherstraße. Dessen Inhaber, Klaus Günbauer, berichtet, wie er zwei der Boxen plötzlich auf dem Parkplatz entdeckte und entfernen ließ - kurz darauf waren wieder neue da. Eine Masche "unter der Gürtellinie" sei das. Aber auch eine lukrative: Wie ein Berliner Anwalt in der Sendung erklärt, werden mit Altkleidern in Deutschland viele hundert Millionen Euro jährlich umgesetzt - wobei auch viele zwielichtige Firmen mitmischen. Welches Unternehmen für die Boxen in Weiden verantwortlich ist, klärt der ARD-Beitrag nicht auf. Es wird aber eh noch nicht der letzte sein, der sich mit den Weidener Containern beschäftigt: Auch in der Sendung "Plusminus" wird die ARD dubiosen Altkleidersammlern nachgehen; daneben plant der SWR einen längeren Beitrag. Denn das Thema bleibt aktuell - auch in Weiden. Wie Burkhard dem NT erklärt, finden sich die Container "nach wie vor im ganzen Stadtgebiet".
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
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