Storchennachwuchs: Einer verendet, trotzdem gutes Jahr
Jungvogel stürzt auf Oberen Markt

Da waren sie noch vier: Vom Storchennachwuchs am Alten Rathaus ist inzwischen einer gestorben, der Jüngste. Den anderen geht es dafür blendend. Bild: Götz
Es ist ein kleines Drama, aber die Natur ist nunmal so: Am Sonntagvormittag stürzte einer der Weidener Jungstörche auf dem Oberen Markt ab und verendete. Das berichtet Helga Bradatsch: "Offenbar war er nicht kräftig genug, um zu fliegen", sagt die Storchenhorstbetreuerin vom Landesbund für Vogelschutz. Ihr zufolge handelt es sich um den kleinsten der vier Jungvögel. Möglicherweise war eine Darminfektion der Grund, vermutet Bradatsch. Der Nachwuchs sei dafür anfällig - so wie es häufig vorkomme, dass die Jüngsten nicht durchkommen, wenn der Rest gesund bleibe. "Das ist brutal, aber sie sind eine Art Reserve."

Tatsächlich geht es den anderen dreien dafür blendend. Sie trainieren ihre Flugfähigkeiten und gehen schon selbst Futter suchen - "das entlastet die Eltern". Es spreche also viel dafür, dass sich das verbliebene Trio etwa Mitte August fit und gesund auf seine lange Reise zu den Winterquartieren im Süden machen wird (die Eltern folgen etwas später). Dann würde sich auch ein gutes Storchenjahr dem Ende zuneigen. So wie in ganz Deutschland, sei auch in Weiden heuer überdurchschnittlich viel Nachwuchs zur Welt und bis jetzt auch durchgekommen, sagt Bradatsch. Das gelte auch der Tragödie zum Trotz. Der Tod des Jüngsten "ist zwar natürlich schade", aber: "Drei haben wir selten in unserer Gegend."
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8668)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.