Strobl warnt vor Bahn-Euphorie
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Amberg-Sulzbach. In den Augen des Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl (SPD) sieht sein CSU-Kollege Harald Schwartz die Chancen für eine Elektrifizierung der Bahnstrecke von Nürnberg nach Prag über Sulzbach-Rosenberg und Amberg zu euphorisch ("Gute Chancen für Elektrifizierung", AZ vom 21. Mai). Strobl schreibt in einer Pressemitteilung: "Hier muss sich der für die Bahn zuständige Innenminister Herrmann noch sehr bewegen." Es stimme zwar, dass die Strecke von Nürnberg nach Schwandorf mit Schwerpunkt auf der Elektrifizierung beim Bund für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans angemeldet worden sei. Das sei aber schon alles.

Auf der anderen Seite bringe Herrmann die alte Variante mit einer Kurve vor Schwandorf wieder ins Gespräch. Bei einer Kurve, so Strobl, wäre eine Anbindung von Zügen aus Nürnberg gestorben. Zur Strecke Schwandorf - Nürnberg heißt es auch: "Er setzt dabei Mittel ein, die der Landtag zweckgebunden für Vorplanungen von Bahnstrecken im EU-Kernnetz beschlossen hat, wodurch eine Verwendung der Mittel für die Strecke Nürnberg - Schwandorf bzw. der Metropolenbahn ausgeschlossen ist."

Strobl dazu: "Bei einem Treffen des bayerischen Innen- und Verkehrsministers mit dem tschechischen Verkehrsminister Anfang April in Prag wurde vereinbart, dass auch geprüft werden soll, ob südlich von Schwandorf eine neue Eisenbahnkurve gebaut wird, so dass Züge aus Richtung Regensburg unter Umfahrung des Bahnhofs Schwandorf direkt nach Furth im Wald weiterfahren können. Damit wäre eine Anbindung aus Nürnberg gestorben." Man könne nicht alle Varianten immer nur prüfen, meint Strobl. Man müsse sich auch einmal für eine entscheiden und diese konsequent vorantreiben.

Amberg-Sulzbach

Mehr Geld für Kindergärten

Amberg-Sulzbach. Der "Qualitätsbonus Plus" wird vereinfacht und Geld des Freistaates in Höhe von 63 Millionen Euro rückwirkend ab Januar unbürokratisch direkt an die Kindergärten weitergereicht. Das hat laut dem CSU-Abgeordneten Harald Schwartz am Dienstag das bayerische Kabinett beschlossen. Gemäß einer Pressemitteilung wird dabei der Basiswert von 982,06 Euro um 53,69 Euro auf 1035,75 Euro erhöht. Zusätzlich zahlt der Freistaat einseitig für die Finanzierung der Verbesserung des Anstellungsschlüssels auf 1:11 nun 52 Euro Qualitätsbonus aus. Damit erhöht sich der Basiswert für den Freistaat auf 1087,75 Euro.

Laut Schwartz geht diese Entscheidung auf eine Bitte der CSU-Landtagsfraktion zurück. Damit bekämen nun die Einrichtungen im Landkreis deutlich mehr Geld. Schwartz: "Für eine Kindertagesstätte mit 50 Kindergartenkindern und 20 Krippenkindern bedeutet dies über 8500 Euro mehr vom Freistaat und über 8500 Euro mehr von der Gemeinde. Äußerst positiv ist dabei, dass die Erhöhung des Basiswerts dynamisiert wird. Damit wird bei künftigen Erhöhungen des Basiswertes wegen Gehaltssteigerungen etcetera automatisch auch die Förderung mit angehoben, was beim Qualitätsbonus plus nicht der Fall gewesen wäre." So verbessere man die Qualität der Einrichtungen und sicher auch die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter.
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