Stunden des Lebens verschenken

Beim G 7-Gipfel, dem F 16-Absturz und in der Flüchtlingshilfe leistete die BRK-Bereitschaft Weiden großartige Arbeit. Die Auszeichnungen beim Jahresabschluss und Ehrenabend der BRK haben sich langjährige Mitglieder redlich verdient. Bild: hcz
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
01.12.2015
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Diese Zahl klingt fast unglaublich: Auf 48 200 ehrenamtlich geleistete Stunden blickten die Mitglieder der BRK-Bereitschaft beim Ehrenabend am Samstag zurück.

Dafür waren vor allem die Einsätze beim G 7-Gipfel in Elmau, beim Absturz der F 16 und bei der Flüchtlingsbetreuung verantwortlich, stellte Bereitschaftsleiter Gerd Kincl fest. BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath berichtete stolz von 23 Weidener Helfern beim Gipfeltreffen und beim Flugzeugabsturz.

Kincl berichtete von weiteren Einsätzen, die es zu meistern galt: die Absicherung des "Boxxenstopps", des Bürgerfests, des Freundschaftsmarathons oder des Frühlings- und Volksfests. Auch beim Sanitätsdienst am Oktoberfest, bei der Evakuierung wegen einer Bombe in Regensburg, am Truppenübungsplatz Grafenwöhr sowie bei der Flüchtlingsaufnahme nahe Straubing seien Weidener Helfer dabei gewesen.

Gut abgesichert

Die Ausbilder der Bereitschaft hielten auch Kurse wie den "Trau-dich-Kurs", "Ersten Hilfe am Kind" bis hin zur "Frühdefibrillation". Dazu komme die Mitarbeit bei Blutspende-Terminen, in der Öffentlichkeitsarbeit, bei Sanitätswachen und dem ehrenamtlichen Rettungsdienst. Taktischer Leiter Bernhard Kick berichtete von insgesamt 774 Sanitäts-Absicherungen in diesem Jahr.

Hier hätten sich Albert Kreuzer mit 80 Einsätzen und 265 Stunden, Phillip Mangold (57/152), Benjamin Uschold (54/141) und Werner Schönberger (52/152) besonders hervorgetan. Die Zahl der geleisteten Schichten im Rettungsdienst sei im Vergleich zum Vorjahr mit 1390 fast gleich geblieben, legte Kick dar. Obwohl die Anforderungen an die Qualifikation der Retter steigen, haben Michael Siegl 59 Schichten, Sebastian Seibert 57, Thomas Schmitt 49 und Klaus Sigg 46 geleistet. Gemeinsam mit den anderen Ehrenamtlichen ergäbe das insgesamt 22 000 Stunden.

Polizeidirektor Klaus Müller, der auch stellvertretend für die Feuerwehr und THW-Fachberater Thomas Schiller sprach, würdigte die beeindruckende Leistung der Ehrenamtlichen. Er erinnerte an die gute Zusammenarbeit und dankte den Mitgliedern der BRK-Hundestaffel. Er stellte fest, dass die Präventionsarbeit - "Boxxenstopp" und "SenSiWen" - wichtig sei für die Sicherheit der Bevölkerung.

Immer zur Stelle

Stellvertretender Bereitschaftsleiter Sandro Galitzdörfer lobte den Rotkreuzbeauftragten Hartmut Ordnung, Direktor Rath und stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Edeltraud Sperber. Sie seien in Sachen Flüchtlingshilfe Tag und Nacht erreichbar. Zusammen mit Kincl und dessen Stellvertreter Oliver Hellmich zeichnete er folgende Mitglieder für ihre langjährige Treue und Verdienste aus.

Für fünf Jahre Manfred Ascherl, Gudrun Erdelt, Anna Meiler, Andreas Wührl und Christina Zahn. Ehrungen erhielten Karin Galitzdörfer, Dr. Florian Neuhierl und Christian Weiß für zehn Jahre. 15 Jahre Treue zeigten Bertram Kincl, Carina Marner und Marion Schröter, Christian Karl, Werner Schönberger, Erwin Voit und Thomas Weiß 20 Jahre. Die Treuenadel für 25 Jahre und die silberne Ehrennadel erhielt Stefan Diesenbacher.

Die Nadel für 40 Jahre und die goldene Ehrennadel bekam Rosi Stiebitz. Für 55 Jahre Treue wurde Albert Steiner ausgezeichnet.Das Ehrenzeichen in Bronze ging an Franziska Meindl, das silberne an Dr. Peter Maciejewski. Gerhard Schmauß erhielt für seine Dienste die goldene Nadel. Für 60 Jahre Treue Manfred König die DRK-Ehrennadel. Nach langen Schulungen und Praktika hatten Max Obermeier, Patrick Waldhier, Sevgi Akbaba und Christina Zahn ihre Prüfung zum Rettungssanitäter bestanden und bekamen nun ihre Ernennungsurkunden überreicht.
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