Sucht-Referatsleiter aus Gesundheitsministerium zu Gast bei "Need No Speed"
Crystal-Beratungsstelle rückt näher

"Need No Speed" fordert seit längerem eine auf Crystal spezialisierte Beratungsstelle. Bei einer Fachbesprechung diskutierten: (von links) Thomas Bauer (Need No Speed), Sabine Märtin (Pastpräsidentin Lions Goldene Straße), Matthias Fack (Präsident Bayerischer Jugendring), Gerhard Krones und Juz-Mitarbeiterin Theresa Sowa (Need No Speed) sowie Dr. Georg Walzel (Gesundheitsministerium). Bild: hfz
"Menschen mit einer neuen Idee gelten solange als Spinner, bis sich ihre Idee durchsetzt." Mit diesem Zitat von Mark Twain eröffnete Kriminaloberrat Thomas Bauer, Mitbegründer von "Need No Speed", eine Fachbesprechung in den Räumen der OTH Amberg-Weiden.

Zielsetzung dieser Besprechung war die Idee einer bisher in dieser Art einmaligen und neuen Präventionsstelle für die Region. Wichtigster Gast: Dr. Georg Walzel, Referatsleiter für Suchtfragen im bayerischen Gesundheitsministerium. Gerhard Krones von "Need No Speed" wies darauf hin, dass die Crystal-Welle nicht nur in der grenznahen Region weiter andauere und dass für die Betroffenen und deren Familien eine spezifische Präventionsarbeit erforderlich ist. Krones machte auch deutlich, dass das derzeitige Präventionsangebot gebündelt und wissenschaftlich begleitet werden müsse.

Frage der Kosten

OB Kurt Seggewiß und die Landräte Andreas Meier und Wolfgang Lippert waren sich einig, dass das Crystal-Problem kein kommunales, sondern ein überregionales Problem geworden sei. Meier bat zu berücksichtigen, dass mit der Schaffung einer neuen Präventionseinrichtung keine Kosten auf die Kreise oder Kommunen abgewälzt werden dürfen. Lothar Höher wies daraufhin, dass der Bezirk die Suchtberatung im Raum Weiden durch eine zusätzliche Stelle verstärkt habe. Er sagte zu, die neue Präventionsstelle zu unterstützen.

Im Ergebnis waren sich alle einig, dass die hervorragende Arbeit von "Need No Speed" auf eine höhere Stufe gestellt werden muss und daher der Schritt zu einer regionalen Präventionsstelle notwendig ist. Ministerialrat Walzel war begeistert von der Vielfalt der Projekte. Das Ministerium werde die Unterstützung im Rahmen von Projektförderung prüfen. Ziel erreicht? Thomas Bauer: "Wir konnten Dr. Walzel überzeugen, dass unsere Idee der regionalen Projektstelle keine Spinnerei, sondern eine zwingende Konsequenz ist." Die Möglichkeit einer Projektförderung sei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wichtig sei hier aber eine ausreichende personelle und finanzielle Ausstattung.
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