Super-Amt mit neuem Namen
Angemerkt

Jeder Unternehmer würde mit der Zunge schnalzen, wenn sein Betrieb solche Zahlen aufweisen könnte. Das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Weiden mit Außenstelle Tirschenreuth hat seit 2007 die Zahl der Mitarbeiter von 64 auf 44 Vollzeitkräfte eingeschmurgelt. Parallel stiegen die Einnahmen von 1,5 auf 2 Millionen Euro, beispielsweise durch Gebühren für Vermessungen. Am Rande: 6 Krankheitstage pro Jahr und Mann sind rekordverdächtig.

Die Devise lautet: Wir können alles und wir machen alles. Ganz klassisch Grundstücke vermessen. Ganz Bayern digitalisieren: vom Fischwasser bis zum Schulsprengel. Und jetzt für flächendeckendes Breitband sorgen. Und so mischte sich unter den allgemeinen Stolz auf die geleistete Arbeit die klare Bitte nach mehr Personal. Einziger weiterer Wunsch war, dass das neue Computerprogramm Alkis (Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem) von den Entwicklern in München noch ein wenig flotter gemacht werden könnte. "Damit wir schneller arbeiten könnten." Irgendwie typisch.



Im Blickpunkt Höhere Steuer, neue Gebühren

Weiden. (rg) Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat: mit der Erhöhung von Steuern und Gebühren zum Zwecke der Haushaltskonsolidierung. In seiner Sitzung heute um 14.30 Uhr im Neuen Rathaus diskutiert der Finanzausschuss unter anderem darüber, die Gewerbesteuer A anzuheben und die Benutzung des Stadtarchivs gebührenpflichtig zu machen (siehe auch Seite 25).

Zudem geht es auf Antrag der SPD um eine Gebührenordnung für städtische Liegenschaften. So könnte die Stadt auch für außerschulische Veranstaltungen in Schulgebäuden Miete verlangen. Eine Anpassung der Benutzungsgebühren ist bei der Mehrzweckhalle vorgesehen. Offen bleibt vorerst, ob künftig Vereine für die Belegung von Turnhallen und Sportplätzen zahlen müssen: Dies ist am Mittwoch, 14. Januar, Thema des Sportbeirats.

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