"Superlandwirt" gesucht

Martin Konrad Mayer (rechts) kam beim Bezirksentscheid der Nachwuchslandwirte in Almesbach auf den ersten Platz, Michael Härtl erreichte Platz zwei. Nicht nur im Umgang mit dem Traktor erwiesen sich die jungen Landwirte als überlegen. Bild: Steinbacher

Mit einem wuchtigen Schlepper kerzengerade einparken. In kürzester Zeit einen Vortrag vorbereiten. Ein Landwirt muss mehr können, als Schweine füttern und mit dem Mähdrescher seine Runden auf dem Feld drehen. Bei einem Wettbewerb in Weiden sind jetzt die Besten ihres Fachs gegeneinander angetreten.

Treffpunkt der "Wettkämpfer" war Almesbach: Das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung in Weiden gehört zur Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Hier ging am Mittwoch der Bezirkswettbewerb der bäuerlichen Landjugend über die Bühne - oder besser: den Hof.

Das Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes organisiert diesen Wettstreit unter dem Motto "Grüne Berufe sind voller Leben" auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. 20 Junglandwirte im Alter zwischen 16 und 35 Jahren aus Weiden sowie den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt/WN, Cham, Schwandorf und Neumarkt hatten sich im Kreisentscheid qualifiziert. Sie bekamen jetzt die Möglichkeit, ihr Wissen und Können unter Beweis zu stellen.

Theorie und Praxis

"Handwerkliches Geschick, unternehmerische Kompetenz, gepaart mit Redegewandtheit und Überzeugungskraft - das sind wichtige Merkmale unseres Berufs", erklärte der stellvertretende Bezirkspräsident Josef Wutz beim Startschuss. Genau um diese Fähigkeiten ging es auch in den praktischen und theoretischen Teilen des Wettbewerbs. In einer ersten schriftlichen Prüfung war Allgemeinwissen gefragt. Im zweiten schriftlichen Test folgten theoretische Fragen aus dem Beruf sowie Fachrechnen. Die nächste Aufgabe bestand darin, innerhalb einer halben Stunde eine Präsentation vorzubereiten. Dabei sollten die Teilnehmer über "Aspekte der zeitgemäßen Landwirtschaft" referieren. Im Wettbewerb lag auch besonderes Gewicht auf dem praktischen Aufgabenbereich. Drei verschiedene Prüfungen mussten dazu absolviert werden. Beim Test mit Schlepper und Anhänger lag laut Prüfer Markus Übelmesser die Schwierigkeit darin, schnurgerade in die Scheune einzuparken. Danach mussten die Landwirte ihr Geschick mit dem Frontlader beweisen und Sämereien, Futtermittel und Werkstoffe bestimmen.

Bei der Siegerehrung am Nachmittag lobte Wutz das große Engagement und beeindruckende Fachwissen des Nachwuchses. Die fünf besten Teilnehmer erhielten Gutscheine und Sachpreise. Martin Konrad Mayer aus dem Landkreis Schwandorf landete auf Platz 1, Michael Härtl aus dem Kreis Neustadt/WN auf dem 2. Platz. Die beiden werden die Oberpfalz im Landesentscheid am 29. und 30. April an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Bayreuth vertreten.
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