SV-Vorsitzender Reinhard Meier weist Vorwürfe von Gebhardt und Ruhland zurück
"Noch im Wahlkampfmodus"

Bösartig nennt Reinhard Meier die "gezielten Diffamierungen", denen er als Vorsitzender des Schwimmvereins ausgesetzt sei. Ausgerechnet zwei ehemalige Kassenprüfer, die eigentlich alle Zahlen kennen müssten, spielten eine "unglückselige Rolle". Die beiden Genossen, Stadtrat Josef Gebhardt und der frühere Stadtrat Helmut Ruhland, liefen offenbar "immer noch im Wahlkampfmodus", betont Meier, der im Frühjahr für die Bürgerliste als OB-Kandidat angetreten ist.

Die beiden Genossen setzten hanebüchene Vorwürfe in die Welt - "wider besseren Wissens", ärgert sich Meier. Gebhardt habe im Stadtrat versucht, ihn als SV-Vorsitzenden öffentlich vorzuführen, Ruhland habe im Leserbrief zum Rundumschlag gegen die SV-Führung ausgeholt.

Die Verhältnisse und Beziehungen verschiedener Akteure beim Betreiben des Schätzlerbades seien zugegebenermaßen komplex. "Aber von einem Stadtrat, der seine Tätigkeit ernst nimmt, zumal wenn er Kassenprüfer ist, erwarte ich, dass er mit den Verhältnissen vertraut ist", betont Meier. "Wenn er dies nicht tut und stattdessen mit seinem mangelhaften Halbwissen politische Agitation betreibt, dann ist das, höflich formuliert, inakzeptabel und lässt jede Professionalität vermissen."

Kein zusätzlicher Zuschuss

Gerade Gebhardt, der noch die Kasse der Jahre 2012 und 2013 prüfte, sie in Ordnung befand, und dem Verein einen korrekten Umgang mit dem Geldern bescheinigte, müsse wissen, woher die Defizite kommen. Es seien gerade die Altlasten aus den erhöhten Ausgaben (Personal/Energie) gewesen, für die der SV um finanziellen Ausgleich beim Stadtrat bitten musste. "Da ist kein zusätzlicher Zuschuss geflossen. Vielmehr werden die vereinbarten Ausgleichszahlungen der Stadt an den SV für die Jahre 2016 und 2017 um je 50 000 Euro gekürzt."

"Das Fass ist voll. Wir haben es satt, ständig einstecken zu müssen, vor allem von Leuten, die selbst genau wissen müssten, dass das, was sie uns vorwerfen, nicht stimmen kann." Wiederholt getroffen fühlt sich auch Norbert Ziegler, der Kassier des Schwimmvereins, durch den Ruhland-Leserbrief. Darin werde der Eindruck erweckt, die Vereinsführung würde den städtischen Zuschuss von 550 000 Euro (für den Betrieb der vier Beckenbäder) zweckentfremden. "Dies weise ich in aller Schärfe zurück", betont Ziegler am Freitag. "Das grenzt schon an üble Nachrede. Der Zuschuss wird unmittelbar von der Stadt auf ein Konto der Stadtwerke überwiesen und von dieser ausschließlich für den Betrieb der Beckenbäder verwendet. Die SV-Führung hat darauf keinen Zugriff."
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