SV Weiden bricht komplett ein

Gerhard Wodarz konnte die Hilflosigkeit seiner Mannschaft nicht fassen. Nach einer 7:5-Führung gingen die Weidener Wasserballer unter und verloren noch mit 7:13 beim SC Wedding Berlin. Bild: G. Büttner.

Eine Halbzeit top, die andere ein Flop - die Wasserballer des SV Weiden verlieren beim SC Wedding Berlin nicht nur das "Vier-Punkte-Spiel" mit 7:13, sondern auch Tabellenplatz fünf.

(prg) Die Gäste aus der Oberpfalz führten kurz nach der Halbzeitpause mit 7:5, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Sie kassierten acht Gegentore, ohne ein einziges Mal mehr ins gegnerische Tor zu treffen. Trainer Gerhard Wodarz hatte Schwierigkeiten, den Einbruch seiner Mannschaft zu erklären. "Solange wir unser Spiel durchziehen konnten, sahen wir noch ganz gut aus. Als wir aber das Heft aus der Hand gaben, hatten wir nichts mehr zu melden", sagte der Coach und warnte: "So, wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, haben wir gegen Mannschaften wie Wedding wenig zu melden. Da werden wir uns schwer tun, den fünften Platz zu erreichen." Die Hausherren hatten nach dem Rückstand auf eine aggressive Pressdeckung umgestellt. Diese Maßnahme ging auf, während die Gäste komplett aus dem Konzept gebracht wurden.

Sean Ryder eröffnete mit seinem Treffer in Überzahl das Spiel und erhöhte kurze Zeit später auf 2:0. Danach mussten die Gäste drei Angriffe in Unterzahl überstehen, was sie auch ohne Gegentreffer meisterten. Dennoch gelang es den Berlinern, aus dem laufenden Spiel den Ausgleich zum 2:2 zur ersten Viertelpause zu erzielen. Den offenen Schlagabtausch im zweiten Viertel gewannen die Gäste mit 4:2 und führten damit zur Pause mit 6:4.

Noch zu Beginn des dritten Abschnittes konnte man nicht vermuten, wie dramatisch aus Sicht der Weidener sich das Spiel entwickeln würde. Die Hausherren verkürzten auf 5:6, bevor Thomas Aigner mit dem letzten Weidener Tor des Abends das zwischenzeitliche 7:5 markierte. Danach brachen beim SV Weiden alle Dämme. Die Oberpfälzer kamen mit der aggressiven Verteidigung der Hauptstädter nicht mehr klar, verloren reihenweise die Bälle im Spielaufbau und kassierten noch vor der letzten Viertelpause drei Gegentreffer in Folge zum 7:8-Rückstand. Im letzten Abschnitt herrschte allgemeine Verunsicherung. Der SV Weiden brachte nicht mehr viel zustande. Mit 0:5 ging das letzte Viertel sang- und klanglos verloren.

"Wir müssen an unserem Angriffsverhalten arbeiten und es schaffen, mehr Druck nach vorne zu entwickeln", forderte Wodarz. Seine Truppe muss am Samstag, 24. Januar, zum bisher ungeschlagenen SC Neustadt/Weinstraße reisen. Dort erwartet die SV-ler eine kaum machbare Aufgabe, wenn man die aktuellen Kräfteverhältnisse realistisch betrachtet. Eine Woche später, am 31. Januar, gastiert der SV Krefeld 72 in der Thermenwelt.
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