Synlab: Keine Verhandlung, aber Zuversicht

Bei den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) des Labordienstleisters Synlab wird es vorerst keine Verhandlungen über einen Haustarif geben. Trotzdem zeigt sich die Gewerkschaft IG BCE zuversichtlich. Ein erstes Sondierungsgespräch in Weiden mit betrieblichen Gewerkschaftsvertretern und der Arbeitgeberseite sei konstruktiv verlaufen, ein weiteres Treffen für 31. Juli vereinbart, erklärt Rainer Hoffmann. Der IG-BCE-Bezirkssekretär ist Verhandlungsführer für die bayerischen MVZ von Synlab, darunter das Weidener mit mehr als 200 Mitarbeitern und einem Organisationsgrad von mittlerweile knapp 90 Prozent.

Ende Juni hatte der Finanzinvestor Cinven 72 Prozent der Anteile an Synlab gekauft. Die Kartellbehörden müssen die Übernahme allerdings noch absegnen. Bis dahin sind Tarifverhandlungen mit Einbindung von Cinven untersagt und nur Sondierungen möglich. Die IG BCE will mit einem Tarifvertrag vor allem eine einheitliche Bezahlungsstruktur und eine Teilhabe der Mitarbeiter an der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung ermöglichen. Der Betriebsrat des Weidener MVZ begrüßte das Vorhaben. Nicht zuletzt die unterschiedliche Bezahlung für gleiche Tätigkeiten und das Fehlen kontinuierlicher Erhöhungen seien schon lange ein Ärgernis. Die Geschäftsführung von Synlab wollte die Sondierungen gegenüber dem NT vorerst nicht kommentieren.
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