Tag der offenen Tür bei Hackschnitzelheizung Viehberg
Sie nehmen Wärme in die eigene Hand

Die Vertreter der Nahwärmenetz-Gesellschaft Viehberg-West präsentierten sich beim Tag der offenen Tür mit den beteiligten Firmen und Verbundpartnern sowie den Ehrengästen. Bild: no
Sehr zufrieden mit der Resonanz auf den Tag der offenen Tür bei der Gemeinschafts-Hackschnitzelheizung zeigten sich die beiden Geschäftsführer des Nahwärmenetzes Viehberg West GbR, Georg Paulus und Hans Hollederer. 16 Haushalte schlossen an das Netz an, als es 2014 in Betrieb ging.

Georg Paulus sprach von einer längeren Reifungsphase, ehe mit der Umsetzung begonnen wurde. Wichtige Impulse habe er im Jahr 2010 bei einem Seminar des ZEN in Ensdorf erhalten, zu dem er als kommunaler Mandatsträger eingeladen war.

Anstöße vom ZEN

In Viehberg waren viele Häuser vor etwa 25 Jahren gebaut worden, und die Besitzer mussten etwas in Richtung Heizungssanierung unternehmen. So entstand der Gedanke, ein Nahwärmenetz mit Bürgerbeteiligung zu realisieren. Die interessierten Viehberger bekamen im März 2013 von Gerhard Kopf, dem Leiter des ZEN, genaue Informationen.

Schnell umgesetzt

Nachdem die Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro nicht geklappt hatte, nahm man die Angelegenheit selbst in die Hand. Im Juni 2014 entschlossen sich 16 Interessenten, das Projekt umzusetzen. Bereits im November konnten die ersten Häuser ihre Wärme aus der Anlage beziehen.

Hans Hollederer betonte, dass Dank leistungsstarker Firmen (vor allem aus Illschwang) das Projekt zügig verwirklicht worden sei. Eigenleistung erbrachten die Viehberger beim Bau des Kesselhauses, bei den Bunkern und beim Pflastern des Hofes.

Die Gesamtplanungskosten für die Hackschnitzelanlage betrugen 360 000 Euro. Die Rechnungen, die bezahlt werden mussten, lagen tatsächlich nur um 6500 Euro über dieser Kalkulation. "Finanzielle Punktlandung" nannte Hollederer das.

Michael Rädle dankte als Generalplaner für die gute Zusammenarbeit mit der GbR. Gerhard Kopf zeigte sich erfreut, dass das ZEN einen konkreten Anstoß geben konnte. Energiewandel funktioniere nur miteinander. Alexandra Sitter-Czarnec sprach als Bürgermeisterin von Ammerthal von einer tollen Gemeinschaftsleistung der Viehberger.
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