Tag der offenen Tür beim Nahwärmenetz Viehberg West
Schnitzel heizen gut

Die Geschäftsführer Hans Hollederer und Georg Paulus sowie Projektplaner Michael Rädle (von links) präsentieren die Hackschnitzel-Gemeinschaftsheizung, die seit September am Netz ist. 16 Häuser sind an zwei Kessel mit je 200 Kilowatt Leistung angeschlossen. Fünf weitere wären von der Kapazität her noch möglich. Bild: no
Bei einem Tag der offenen Tür stellt das 2014 gegründete Nahwärmenetz Viehberg West am Samstag, 13. Juni, von 10 bis 16 Uhr die neue Hackschnitzelanlage vor. Offizielle Eröffnung ist um 10.30 Uhr. Experten, Firmen und die Verantwortlichen des Netzes beantworten danach Fragen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

2012 entwickelten in Viehberg Georg Paulus und Hans Hollederer erste Ideen zur Nutzung alternativer Energiequellen für den Ort durch eine größere Gemeinschaftslösung. Bei vielen der infrage kommenden Häuser (25 bis 30 Jahre alt) war es notwendig, das Heizungssystem zu überdenken. Vor Augen hatte man ein ähnliches Projekt in Dietersberg mit zehn Häusern. Man informierte sich über die Hackschnitzelanlage der katholischen Pfarrei Illschwang, und im September 2013 begannen in Viehberg Gespräche mit allen, die daran Interesse zeigten. Auch vom Ensdorfer ZEN und aus anderen Ortschaften erhielt man Anregungen.

Im Juni 2014 wurde das Nahwärmenetz Viehberg West GbR mit 16 Interessenten gegründet, mit Georg Paulus und Hans Hollederer als Geschäftsführern. Das Illschwanger Heizungsbauunternehmen Michael Rädle, das schon für die Anlagen in Dietersberg und Illschwang zuständig war, übernahm die Projektverantwortung. Im Juli erfolgte der Spatenstich. Im aufgelassenen Bauernhof von Helmut Paulus wurde die Heizanlage untergebracht - der Mittelpunkt des Versorgungsnetzes. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 350 000 Euro.
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