Tagsüber fehlen Einsatzkräfte
Im Blickpunkt

Amberg-Sulzbach. Der Digitalfunk bereitet Kreisbrandrat Fredi Weiß keine Sorgen. Die sogenannte Tagesalarmsicherheit schon: Ein Thema, das er momentan bei jeder Gelegenheit anspricht. Das größte Problem dabei ist: "Dagegen kannst du nichts machen." Dass tagsüber unter der Woche nicht genügend Aktive da sind, haben die Feuerwehren nicht selbst in der Hand. Das sei eine Folge gesellschaftlicher Veränderungen, erklärt Weiß. Und die bekommen vor allem die Wehren in kleineren Orten zu spüren: Auch wenn sie dort eigentlich genügend Aktive haben, stehen die werktags nicht zur Verfügung, weil sie auswärts studieren oder arbeiten.

Erfreut ist der Kreisbrandrat, dass die Zahlen im Nachwuchsbereich der Kreis-Wehren passen: "In der Oberpfalz fallen sie, bei uns steigen sie leicht." Aktuell seien im Landkreis 1063 Jugendliche bei der Feuerwehr - 31 mehr als im Vorjahr. "Das liegt an den Frauen", räumt Weiß gerne ein: "Der Mädchen-Anteil steigt und der Jungen-Anteil sinkt. Also wir können die Zahlen halten, weil die Mädchen mehr werden. Wir sind jetzt - Gott sei Dank - schon bei einem Drittel Mädchen."

"Da sind wir auf einem guten Weg", stellt Weiß fest. Aber er wünscht sich auch noch "mehr Frauen in der Führungsschiene": "Wir haben nur eine Kommandantin, in Diebis."
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