Technische Hochschule baut Partnerschaftsnetzwerk weiter aus - Kooperationen mit Berlin, Wien ...
Mehr möglich für Medizintechniker

Die Hochschule geht neue Partnerschaften ein. Wie diese aussehen, erläuterten OTH-Vizepräsident Prof. Ulrich Müller (von links), der Leiter des Instituts für Medizintechnik, Prof. Dr. Clemens Bulitta, und der Gründer der Crowdinvesting-Plattform "aescuvest", Dr. Patrick Pfeffer. Bild: Hartl
Wenig geht nach vorn, wenig zurück. Die Medizintechnik ist stark reguliert, Innovationen brauchen Zeit. Umso wichtiger: Partnerschaften, die voranbringen. Die Medizintechnik an der Hochschule in Weiden hat diese jetzt geschlossen.

Starker neuer Partner ist beispielsweise die Steinbeis-Hochschule in Berlin. Mit dessen "Transfer-Institut für medizinische Innovationen und Management" will die OTH jetzt gemeinsame Aus- und Fortbildungsprogramme entwickeln. Mit der FH Campus Wien ist ein Austauschprogramm von Studierenden und Lehrenden geplant.

Mit den Österreichern gibt es ohnehin bereits bestehende Projekte. So unterstützt der Leiter des OTH-Instituts für Medizintechnik, Professor Dr. Clemens Bulitta, bereits ein Projektteam bei der Einrichtung eines interdisziplinären Operationssaals. Besonders innovativ: Die Zusammenarbeit mit einem erst vor eineinhalb Jahren gegründeten Internet-Start-Up. Das Unternehmen mit dem Namen "aescuvest" möchte für medizintechnische Projekte eine Finanzierung über die "Crowd", also die im Internet aktiven Bürger, erreichen. Die Vorhaben werden auf der Internet-Seite vorgestellt. Jeder kann sich beteiligen. Es locken laut Selbstbeschreibung hohe Renditen - bei natürlich ebenfalls hohem Risiko. Diese Zusammenarbeit ist für die OTH ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal. "Wir spielen mit dieser Kooperation in einer Liga etwa mit dem ,Karlsruhe Institute of Technology'", sagt Bulitta. "aescuvest" bietet gründungswilligen Absolventen eine Möglichkeit, ihre Idee vorzustellen, Feedback zu erhalten und Fördergelder einzusammeln. Das Start-Up wiederum profitiert von den wissenschaftlichen Kenntnissen der Hochschule. Die OTH kann Projekte auf ihre Machbarkeit untersuchen und Einschätzungen zu möglichen rechtlichen Problemen geben.

"Möglichkeiten schaffen"

Wird es also bald die ersten Weidener Internet-Millionäre geben, die sich mit einer medizintechnischen Entwicklung aus der OTH selbstständig gemacht haben? Möglich, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die Kooperationen stecken noch in den Kinderschuhen. Es gibt wenig konkrete Projekte, aber viele Ideen. Was davon letztlich umgesetzt wird, ist noch offen. Doch "Hochschulstrategie bedeutet auch, Möglichkeiten zu schaffen", so OTH-Vizepräsident Professor Ulrich Müller. Für den Erfolg wird es darauf ankommen, wie Studenten und Dozenten diese Möglichkeiten nutzen.
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