Teilnehmer der BioFach-Tour besuchen den Hutzelhof
Geschäftsidee beeindruckt

Mit modernen Marketingmethoden sorgte Hutzelhof-Geschäftsführer Jürgen Obermeier (Mitte) für Staunen bei den BioFach-Gästen. Bild: aks

Marketing mittels Kinospots, der flotte Grundsatz "Heute geerntet, morgen geliefert" und dazu noch die üppige Vielfalt für die individuelle Ökokisten-Füllung ganz nach Kundenwunsch: Diese modernen Ansätze ließen die internationalen Teilnehmer der BioFach-Tour beim Besuch des Hutzelhofs offenkundig staunen.

Bio-Landwirtschaft in der Region Nürnberg lautete der Themenschwerpunkt der geführten Tagesrundreise, mit der die Weltleitmesse in Sachen Bio ihren Besuchern gezielte, lebensechte Einblicke abseits der überwältigenden Präsentationsvielfalt innerhalb der Nürnberger Messehallen ermöglicht. Neben der Stippvisite in Weißenberg standen noch der Geflügelhof Schubert in Unterrüsselbach und die Frohnhofer Mühle auf dem Programm. Wahrgenommen haben diese Gelegenheit zwölf Interessierte unter anderem aus Portugal, Südafrika, USA, Belgien, Griechenland und Spanien. Für die gute Verständigung sorgten neben einem Dolmetscher die allseits vorhandenen Englischkenntnisse und beim speziellen Fachjargon auch schon mal die berühmten Hände und Füße.

Frische Lebensmittel

Nachdem Geschäftsführer Jürgen Obermeier den Hutzelhof und sein Tätigkeitsfeld vorgestellt hatte und mit den innovativen Methoden gepunktet hatte, tauten die Gäste sichtlich auf. Neben Fragen zur Kundenakquise, zu Inhalt, Bestückung und Kommissionierung der Ökokisten wurde es auch kess - ob man sich denn im langen Oberpfälzer Winter, wo nichts zu säen, pflanzen oder ernten sei, gemütlich ausruhe?

"Natürlich nicht", erklärte Obermeier. Schließlich wollen die 2 500 bis 2 700 Kunden jede Woche mit frischen Bio-Lebensmitteln versorgt werden, im Winter sogar noch mehr als im Sommer, wenn Eigenanbau und Urlaub für kleine Flauten sorgen. Beim Hofrundgang öffneten sich anschließend sämtliche Türen zu Lager- und Kühlräumen, um den Besuchern einen optischen Eindruck zu verschaffen, wie es läuft auf dem Weg von der Anlieferung bis zur Verpackung in die grüne Kiste. Letzteres besorgen zwei Packerinnen pro Kiste mit Hilfe modernster EDV und minimaler Arbeitswege.

Wie genau das vonstatten geht, interessierte die Gäste besonders und so griff Obermeier zum "Napf", lud zu unterst die unempfindlichsten Gemüse ein und packte an der zweiten Station das sensiblere Gut zu - aufs Gramm genau ausgewogen und abgerechnet.

Die abschließende Tasse Kaffee stand schließlich ganz im Zeichen der branchenspeziellen Fachsimpeleien. Ackerbautechnische Details wurden dabei erkundet und im Gegenzug von den eigenen, heimischen Methoden berichtet. So eine Infotour ist eben keine Einbahnstraße.
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