Testlauf ohne großes Risiko
Angemerkt

Die durchgehende Fußgängerzone spaltet die Innenstadt. Und sie spaltet auch den Stadtrat. Die Mehrheit für den Lückenschluss ist knapp, beide Lager - leidenschaftliche Befürworter und erbitterte Gegner - haben gute Argumente. Die einen erhoffen sich eine neue, moderne Innenstadt, einladend, fußgängerfreundlich. Die anderen befürchten, Stadtteile würden abgehängt, der Verkehr ins Chaos gestürzt, auswärtige Kunden vergrault, Geschäfte in den Ruin getrieben.

Tatsächlich hält Verkehrsgutachter Dr. Reinhold Baier die durchgehende Fußgängerzone für machbar und verkraftbar. Der Verkehr werde sich andere Wege suchen, zum Beispiel via Tangenten. Ob er Recht hat? Es ist ein guter Entschluss, die vereinigte "FuZo" erstmal auszutesten. Wenn's komplett schief ginge, könnte die Stadt schnell zum Status quo zurückkehren.

Mit einem zumindest anfänglichen Verkehrschaos rechnet aber sogar mancher Optimist - nicht zuletzt auch wegen der Stadtgalerie-Baustelle und dem Wegfall von wichtigen Parkflächen (Winkler, Allee-, Klinikum-Tiefgarage). Projekte, die das Ergebnis des "FuZo-Testlaufs" negativ beeinflussen und seiner Aussagekraft schaden könnten.



Aus dem Stadtrat "Das ist der Hammer"

Weiden. (mte) Das Diskussionsthema Nummer eins im Stadtrat sollte eigentlich die probeweise Sperrung der Sedan- und Dr.-Pfleger-Straße sein. Für helle Aufregung aber sorgte ein anderer, im Finanzausschuss längst abgehandelter Punkt: die dort beschlossene Anhebung der Grundsteuer A für landwirtschaftliche Grundstücke von 290 auf 320 Punkte. Denn der Stadtrat kassierte diese Entscheidung überraschend - vorerst. Und damit setze das Gremium Stabilisierungshilfen im Wert von 6 Millionen aufs Spiel, erklärte OB Kurt Seggewiß aufgeregt und sagte: "Das ist der Hammer, was hier abgeht." - "Aber abgestimmt ist abgestimmt", meinte Walter Leupold.

Warum am Ende die Grundsteuer A trotzdem erhöht wurde, steht in der Mittwochausgabe .

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