Teurer, billiger

Küsse sind unbezahlbar. Für Bälle wie den des ADAC (unser Bild) steigen zum 1. Januar in der Max-Reger-Halle dagegen die Mieten - allerdings nur gering. Auch sonst müssen sich die Weidener zum Jahreswechsel auf höhere Steuern und Gebühren einstellen. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Archivbild: Kunz

Alles kostet immer mehr? Nicht alles. Zwar steigen Steuern und Gebühren zum Jahreswechsel. Manches wird aber auch billiger.

Neues Jahr - neue Preise: Darauf müssen sich die Bürger in Weiden einstellen. In einigen Fällen werden die Gebühren und Steuern erhöht. Oft sind die Gründe dafür die Sparbemühungen, wie ein kurzer Überblick über wichtige Änderungen zum 1. Januar zeigt.

So steigt der Grundsteuer-B-Hebesatz von 360 auf 400 Punkte. Für einen einzelnen Haushalt dürfte das 50 Euro pro Jahr mehr bedeuten. Umgekehrt soll der klamme städtische Haushalt dadurch rund 600 000 Euro mehr einnehmen.

Um die Entlastung des Stadtsäckels ging es auch bei der Gebühren- und Benutzungssatzung der Regionalbibliothek , die ab Neujahr in Kraft tritt. Die Basis-Card (Bücher-Ausleihe kostenlos, für alle anderen Medien Extrakosten) kostet nun 30 statt 15 Euro für Erwachsene, Familien zahlen 40 Euro (bisher 22,50). Die Plus-Card (Bücher und E-Books kostenlos) für Erwachsene beläuft sich auf 40 Euro (20), für Familien auf 50 (30). Die Premium-Card (alle Medien kostenlos) kostet Erwachsene 50 Euro (32,50), Familien 65 Euro (47). Die Mahngebühren werden verdoppelt: 2 Euro pro Woche und Buch, alle übrigen Medien 1,50 Euro pro Tag.

Die Premium-Card löst das alte Pro-Libris-Modell ab. Bedeutet: Die Beiträge gehen nun allesamt an die Stadt. Bis ein Sockelbetrag erreicht ist (grob 30 000 Euro), der einem Teil der bisherigen Einnahmen des Pro-Libris-Modells entspricht. Alles, was darüber hinaus anfällt, wird zur Anschaffung neuer Medien verwendet. Premium-Nutzer haben also nicht nur die besten Konditionen, sondern unterstützen auch die Aktualisierung der Bestände. Neu ist die Miete für viele Veranstaltungen in der Bibliothek. Für den Saal und für den Gang im Erdgeschoss beträgt sie 125 Euro plus 25 Euro pro angefangene Stunde. Künftig lässt sich auch der Innenhof - etwa für Hochzeiten - reservieren: 500 Euro plus 25 Euro/Stunde.

Etwas höhere Mietpreise gibt es in der Max-Reger-Halle . Der gesamte Schlör-Saal kostet für maximal fünf Stunden 330 statt 270 Euro. Beim höchstmöglichen Tagessatz ist die Steigerung allerdings nur gering: 430 statt 427,50 Euro. Minimal auch die Steigerung beim Tagessatz für den Lang-Saal (samt Bühne): 1490 statt 1485 Euro. Weidener Vereine zahlen für örtliche Veranstaltungen weiter nur die Hälfte. Gar keine Steigerungen vermelden die Stadtwerke . Kosten für Wasser, Abwasser und die Gaspreise für Haushaltskunden bleiben gleich. Beim Strom zahlen Haushalte sogar weniger. "Standardstrom" kostet ab Januar brutto 23,68 pro Kilowattstunde statt 25,94 Cent, "Naturstrom" 23,92 statt 26,30 Cent.
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