Theater "Eukitea" an der Albert-Schweitzer-Schule: Sexuelle Gewalt an Kindern im Grundschulalter
Mein Körper ist mein Freund

"Mein Körper ist mein Freund" soll Kindern Mut machen "Nein" zu sagen. Sven (Michael Gleich) und Lea (Raffaella Tempesta) sind Freunde, die sich alles anvertrauen. Bild: Dobmeier
Kindern Möglichkeiten aufzeigen, wie sie sich gegen Übergriffe von Erwachsenen wehren können, ist das pädagogische Ziel des Präventionstheaters "Mein Körper ist mein Freund". Dabei thematisieren die drei Schauspieler des Theater "Eukitea" aus Diedorf bei Augsburg die Grenzverletzungen im Alltag und die sexuelle Gewalt von Erwachsenen gegenüber Kindern im Grundschulalter.

Grenzüberschreitungen

Das Theaterstück ist im Rahmen eines Elternabends in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Grundschule aufgeführt worden. Rektorin Evelyn Dineiger freute sich über das große Interesse. Zur Handlung: Zwei Kinder, Sven und Lea, treffen sich. Sie erzählen sich, was sie erlebt und geträumt haben und vertrauen sich auch Geheimnisse an. Sie spielen Geschichten über Ängste und bedrängende Erfahrungen von Grenzüberschreitungen durch Erwachsene. Aber auch über die Freude, neugierig zu sein und die Welt mit allen Sinnen zu erfahren.

Die Aufführung vermittelt den Schülern, dass sie ein Recht auf körperliche, sexuelle, emotionale und psychische Unversehrtheit besitzen. Sie sensibilisiert zur Wahrnehmung grenzverletzenden Verhaltens und macht Mut, "Nein" zu sagen und in bedrängenden Lebenssituationen die Unterstützung anderer Erwachsener zu holen.

Nacharbeitung

Organisiert hat die zwei Aufführungen die Jugendsozialarbeiterin Kerstin Schill in Zusammenarbeit mit der Albert-Schweitzer-Schule. Begleitend gab es eine Lehrerfortbildung sowie die Nacharbeitung mit den Schülern im Unterricht unter der Betreuung durch Mareike Kludas von AVALON, Fachberatungsstelle aus Bayreuth.
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