Thema Flüchtlinge beschäftigt auch CSA-Mitgliederehrung - Fraktionschef Pausch: Berechtigte ...
"Können nicht die ganze Welt aufnehmen"

Die Christlich Soziale Arbeitnehmerunion um Kreisvorsitzende Dagmar Nachtigall (sitzend, links) ehrte treue Mitglieder. Einer davon war Wolfgang Pausch (Dritter von rechts), der in seiner Rede soziale Themen ebenso ansprach wie den Zuzug von Flüchtlingen. Bild: Kunz
Es ist das alles dominierende Thema: Der Zuzug von Flüchtlingen beschäftigte auch den CSA-Kreisverband (Christlich Soziale Arbeitnehmerunion) bei seiner Mitgliederehrung. "Wir dürfen die Situation in Deutschland nicht überspannen", sagte CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch im "Iblacker".

Herzerweichend, aber ...

Zwar unterstrich er, dass ihm Bilder von den Flüchtlingen das Herz erweichten. Aber: "Wir können nicht die ganze Welt aufnehmen", sagte er. "Eine kritische Diskussion darüber muss schon zugelassen werden." Die Menschen in Deutschland hätten berechtigte Sorgen und Ängste. Mit mehr als einer Million Asylsuchenden wachse auch der Druck auf den Arbeits- und Wohnungsmarkt. "Wir brauchen Lösungen. Und sollten wir zu dem Schluss kommen, dass wir es nicht schaffen, dann muss man das auch sagen können." Was ihm Sorgen bereite: Zur Jahresmitte sei die AfD "völlig weg gewesen". Inzwischen seien die Rattenfänger wieder erfolgreich unterwegs.

Ein weiteres Problem, und darin war er sich mit CSA-Kreisvorsitzender Dagmar Nachtigall einig, seien befristete und Leiharbeitsverträge, die den Menschen keine Lebensplanungen erlaubten. Wer solle sich da Häuser bauen und Kinder kriegen? "Die Politik muss hier endlich ihre Hausaufgaben machen."

Nachtigall: Die jungen Leute würden in Praktikantenstellen gesteckt. Wie solle man da eine Familie gründen können? "Junge Menschen brauchen Planungssicherheit." Pausch appellierte daneben an die Zuhörer, das geplante TTIP-Abkommen nicht allzu düster zu sehen. Er sehe durchaus Chancen darin. Und die Kritiker wüssten auch nicht mehr darüber als er. Wichtig sei, dass die sozialen Standards gehalten würden.

Weiteres Thema war das geplante Gewerbegebiet Weiden-West IV. Hier dürfe man Bewerber nicht mit überhöhten Grundstückspreisen schockieren. Pausch plädierte für einen Quadratmeterpreis zwischen 40 und 65 Euro. Das neue Einkaufszentrum nannte er eine Chance für notwendige Veränderungen in der Innenstadt.

Sorge um Bank-Angestellte

Nachtigall erinnerte an die Errungenschaften der CSA. Und sie ging auf den massiven Beschäftigungsabbau bei der Deutschen Bank ein, der auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken treffen werde. Grund für die Streichungen seien die aktuelle Niedrigzinsphase und das geänderte Kundenverhalten. "Denn die Kunden übernehmen immer mehr Tätigkeiten der Bankberater oder Servicemitarbeiter. Es gibt Automaten und so wünscht der Kunde eine veränderte Bankenwelt."

Für 55-jährige Treue wurde Albert Reil geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft Günter Reiß, Günter Meckl und Joachim Strehl. Für 35 Jahre Johann Heinrich. Für 30 Jahre Dr. Gernot Brühler. Für 25 Jahre Dagmar Brühler. Für 20 Jahre Hans-Georg Weiß, Stefan Kastner, Alois Lukas, Klaus Schärl, Richard Fritsch, Melanie Feldbauer, Alois Lukas jun., Werner Ertl, Maximilian Winklmann, Robert Mühlbauer, Roland Lobe und Wolfgang Pausch. Für 15 Jahre Johann Forster und für 10 Jahre Christian Mischke.
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