Tiefbauer auf Hochtouren

Noch 50 Meter fehlen den Kanalbauarbeitern bis zum Wendepunkt. Dann rückt die Baustelle auf die nördliche Seite, um auch dort die Hausanschlüsse auf den neuen Hauptkanal umzubinden. Bis zum 15. August sollen die rund 330 000 Euro teuren Tiefbauarbeiten abgeschlossen sein. Bilder: Götz (3)

Sommer - die Zeit der Baustellen. In der Frauenrichter Straße gewöhnen sich der Autofahrer an die Ampeln. In der Christian-Seltmann-Straße quetschen sich die Autos aneinander vorbei. Ums Eck, hinein in die Prößlstraße, sperrte die Stadt die Fahrbahn ganz.

Manches dauert. Wie etwa der Ausbau der Prößlstraße. Schon 2007 wollte der Bauausschuss nicht mehr zusehen, wie die Fahrzeuge zwischen Christian-Seltmann- und Fichtestraße über die Setzungen, Risse, Frostaufbrüche und Verdrückungen rumpeln. Den Stadträten war klar, dass dieser Abschnitt erneuerungsbedürftig und "der Ausbau aus fachlicher Sicht dringendst geboten ist", so der damalige Beschluss.

Einst von der Stadt gebaut

Vorwiegend im Eigenausbau hatte die Stadt im Jahr 1960 den südlichen Teil der Prößlstraße "erstmals hergestellt". Den nördlichen Teil, der immer noch in Ordnung ist, baute 1963/64 die Firma Würschinger.

Der Finanzausschuss konnte erst im Frühjahr 2015 die Zeichen auf Grün für den Neubau der maroden Straße stellen. Davor gab es nämlich heftige und lange Diskussionen mit den Anliegern der Prößlstraße, die sich allesamt, also nicht nur zwischen Fichte- und Christian-Seltmann-Straße, kräftig an den Ausbaukosten beteiligen müssen. "Das ist immer wieder unglücklich, wenn die Bürger zahlen müssen", räumt Tiefbauamtsleiter Hubert Grillmeier ein.

Die Warnschilder "Achtung Straßenschäden" lehnen nun an der brüchigen Außenmauer der Seltmann-Villa. Sie warnten seit Monaten die Autofahrer vor allzu forscher Gangart. Seit Montagmorgen ist die Prößl- bis hinauf zur Fichtestraße gesperrt: Die Weidener Baufirma Scharnagl hat die Arbeiten aufgenommen. Grillmeier rechnet nicht mit größeren Verzögerungen. Der Ausbau mit einem leistungsfähigeren Oberbau soll bis zum 16. Oktober abgeschlossen sein. Die Auftragssumme umfasst rund 350 000 Euro.

Nur ein paar Meter weiter werkelt eine Kolonne des städtischen Bauhofes. Sie repariert den wenig stabilen Gehweg in der Christin-Seltmann-Straße. Zwischen Wagner- und Aichingerstraße, also auf eine Strecke von 180 Metern, wird der 2,50 Meter breite Gehsteig instandgesetzt. Die Vorarbeiten mit Instandsetzung der Einfassung sowie dem Herstellen des Planums erledigt der Straßenbautrupp. Die Pflasterarbeiten sind an die Firma Dumler aus Erbendorf vergeben.

Viel Handarbeit, die entsprechend Zeit fordert, benötigt der Kanalbau in der Frauenrichter Straße. Dort ist für die Stadtwerke die Weidener Baufirma Hermann Paul bereits seit 4. Mai mit ihrer "Wanderbaustelle" stadtauswärts unterwegs, und inzwischen auf Höhe der Tankstelle Hauer angekommen, berichtet Dipl.-Ing. Jürgen Lehner, Abteilungsleiter Abwasser bei den Stadtwerken. "Die Arbeiten sind gut im Zeitplan." Allerdings haben sich die Autofahrer noch auf einige Wochen mit weiteren Behinderungen einzustellen: Auch auf der gegenüber liegenden Straßenseite müssen die Hausanschlüsse auf den neuen Hauptkanal "umgebunden" werden. Ab 15. August soll der Verkehr auf der Frauenrichter Straße wieder ungehindert fahren können.
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