Tiefstand bei Arbeitslosigkeit

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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich entspannt: Die Arbeitslosenquote sank im November auf 3,8 Prozent. Rund 4500 Männer und Frauen waren arbeitslos: 320 weniger als vor einem Jahr. Und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist weiterhin hoch.

Die November-Bilanz von Claudia Wildenauer-Fischer, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Weiden, fällt positiv aus: "Die Arbeitslosigkeit hat in diesem Jahr einen neuen Tiefstand erreicht." Neueinstellungen bei den Betrieben, aber auch der Studienbeginn an Hochschulen und Universitäten machten sich bemerkbar. Die günstige Auftragslage der Firmen und die Weiterbeschäftigung im Baugewerbe hätten die Arbeitsmarktlage positiv beeinflusst. Im Berichtsmonat waren 2269 Männer und 2232 Frauen im Agenturbezirk arbeitslos - 242 Personen weniger als im Oktober.

Im Berichtsmonat beendeten etwa 1420 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Mit rund 1180 Männern und Frauen meldeten sich deutlich weniger Personen neu bzw. erneut arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit bei Personen unter 25 Jahren sank in den letzten vier Wochen um knapp 15 Prozent auf 424 junge Erwerbslose. Erfreulich: Auch bei den älteren Arbeitnehmern über 55 Jahre (1099 Personen), Langzeitarbeitslosen (1583) und den erwerbslosen Menschen mit Behinderung (515) gab es Rückgänge. Die Jobcenter waren für rund 2700 Arbeitslose erste Ansprechpartner, im Vergleich zum November 2014 ein Rückgang um etwa 140 Personen im Rechtskreis SGB II.

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Unterbeschäftigung, als zusätzlich Personen in Weiterbildungen oder Altersteilzeit sowie Selbständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 5,2 Prozent.

Die Suche nach gut qualifizierten Mitarbeitern setzte sich im November fort. So waren dem Arbeitgeber-Service 1490 Stellenangebote gemeldet (1420 davon sozialversicherungspflichtig). "Die Betriebe in der Region arbeiten auf Hochtouren und suchen weiterhin Arbeitskräfte. Wegen des milden Novembers konnte auch in vielen Außenberufen weiter gearbeitet werden", erklärt Wildenauer-Fischer. "Gute Jobchancen gibt es aktuell in vielen Produktions- und Fertigungsberufen, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie für Sicherheitsfachkräfte. Durch das Weihnachtsgeschäft wird auch verstärkt Personal im Bereich Verkauf und in der Zustellung benötigt." Der Service informiert unter Nummer 0800/45555020.
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