Tier, Technik, Terawatt

Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Weiden mit Vorsitzendem Albert Gollwitzer und Geschäftsführer Dr. Siegfried Kiener ehrte zahlreiche Mitglieder für 50-jährige Vereinszugehörigkeit mit Urkunden im Beisein von Ehrengästen. Bild: Dobmeier

Ob Milchkuh oder Maisanbau: Egal, was ein Landwirt tut, er steht unter besonderer Beobachtung verschiedenster Interessengruppen. Probleme sind da vorprogrammiert.

Mit der Produktion von Lebensmitteln, mit dem Engagement im Sektor der erneuerbaren Energien oder allein mit dem Wirken der Landwirte im Umfeld der Natur ziehen Bauern die Aufmerksamkeit auf sich, weiß Norbert Bleisteiner. Der Leiter der Landmaschinenschule Triesdorf mit landwirtschaftlicher Lehranstalt referierte in der Hauptversammlung des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (VlF) Weiden-Neustadt im Postkeller.

Vor ihnen sprach Bleisteiner unter anderem über intensive Landwirtschaft. Bewege ein Landwirt beim Getreideanbau zehn Tonnen Masse an Produktionsgewicht je Hektar, so seien beim Maisanbau für Biomasse 100 Tonnen Masse nötig. Die Folge: Die Maschinen werden immer größer. Die Einsatzbereitschaft der Arbeiter sinke wegen immer längerer Maschinenlaufzeiten und der Nachtarbeit. Nötig sei zudem eine bessere Öffentlichkeitsarbeit der Politiker für die Landwirtschaft. Denn es gebe diesen Neidfaktor zum Beispiel beim Verdienst mit Windkraft, die übrigens in Terawattleistung gemessen wird.

Im Jahresrückblick nannte VlF-Vorsitzender Albert Gollwitzer den Rekordbesuch beim Bauernmarkt in Vohenstrauß, die 50-Jahr-Feier der Landwirtschaftsschule und die Tagesfahrt der Frauengruppe. Ein großer Erfolg sei wieder die Aktion "Landfrauen helfen beim Schenken" im City-Center gewesen. Er dankte allen Behörden, Verbundpartnern und den Banken für die gute Zusammenarbeit.

VlF-Geschäftsführer Dr. Siegfried Kiener erklärte, die Mitgliederzahl liege konstant bei 1600. Zudem gab es 2014 zehn Veranstaltungen mit 517 Teilnehmern. An der Landwirtschaftsschule Weiden studieren derzeit 24 im Erstsemester, 20 im Praxisjahr und 24 im dritten Semester. In seinem Grußwort lobte BBV-Kreisobmann Josef Fütterer den VlF, der für ständige Fort- und Weiterbildung stehen würde.
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