Tierheim öffnet beim Herbstfest seine Pforten: Viele Samtpfoten suchen neues Zuhause - Hunde ...
Auf die Katze kommen

Die elfjährige Katrin muss noch einige Hürden überwinden, bis sie eine Katze bekommt. Eine davon: Sie muss ihren Papa überzeugen. Bilder: Czichon (2)
"Papi, ich will eine Katze." Der Wunsch, den Kathrin (11) am Sonntag im Tierheim äußerte, kann nicht immer erfüllt werden. Obwohl es für den Tierschutzverein eine dringend notwendige Entlastung wäre. Denn das Tierasyl in der Schustermooslohe ist zurzeit wieder einmal völlig überfüllt mit den Samtpfoten.

Über 50 Kater und Kätzinnen beherbergen Tierheimleiterin Jutta Böhm und ihre Mitarbeiterinnen derzeit. Zum Glück öffneten sich für einige von ihnen die Gittertüren beim Tag der offenen Tür. Gleichzeitig bereiteten die Aktiven des Tierschutzvereins mit Mariele Junak an der Spitze den Besuchern ein wunderschönes Herbstfest. Alleinunterhalter "Helmy" spielte populäre und aktuelle Schlager. Leckere Speisen ersparten der Hausfrau das sonntägliche Kochen. Werner Preißer von "Zoo & Co" verloste allerlei Tierbedarf und verkaufte Popcorn - alles zugunsten des Tierheims. Eine Tombola und ein Bücherflohmarkt boten zudem Gelegenheit, etwas Geld dazulassen.

Für die Bürger verwunderlich, eigentlich aber schön: Hunde hat das Tierheim keine abzugeben. Im Gegensatz zu Katzen laufen Hunde meist nicht frei herum und vermehren sich daher auch nicht unkontrolliert. Wenn nicht wegen eines Todesfalls oder eines anderen Notfalls ein Hund abgegeben wird, sind nur Pensionshunde auf Zeit in den Zwingern untergebracht. Ein paar nicht vermittelbare "arme Hunde" sind die Ausnahme.

Hundepärchen gefährlich

Schäferhund-Mischling "Füli" (vier Jahre) und seine Zwillingsschwester "Mary" wurden aus einer ungarischen Tötungsstation gerettet. Obwohl beide sehr schön sind, dazu kastriert und gechipt, sind sie nicht zu vermitteln. Sie sind menschenscheu, ängstlich und dementsprechend gefährlich. Es müsste schon ein echter "Hundeflüsterer" kommen und sie aufnehmen.

Ein neues Zuhause fanden "Mona" und "Berti", ein schwarz-weißes unzertrennliches Katzenpärchen. Genauso viel Glück hatten "Spencer" und "Sophie" sowie einige andere Jung-Katzen. Es warten noch: "Merlin", ein wunderschöner, zweijähriger, rot-weißer Kater, der wegen Krankheit seines früheren Besitzers abgegeben wurde, der schwarz-weiße, verschmuste "Bobby", der nur ein Auge hat, sowie viele weitere junge und ältere Katzen. Besuchs- und Besichtigungstermine können Interessierte mit Tierheimleiterin Jutta Böhm vereinbaren (Telefon: 0961/257 80).
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