Tipps für Hausbesitzer

Alle freuen sich auf die Stadtgalerie. Aber keiner will darüber die Max-Reger-Straße vergessen. Insbesondere die CSU nicht. Deshalb brachte sie im Stadtrat einen entsprechenden Antrag aufs Tapet. Er soll Besitzern von Einzelhandelsimmobilien helfen, sich selbst zu helfen.

Das kommt eben auch vor: Eine Fraktion stellt einen Antrag und die Stadtverwaltung findet ihn richtig gut. Im konkreten Fall wünschte sich die CSU in der Stadtratssitzung angesichts der Stadtgalerie eine Belebung in der Max-Reger-Straße. Um dies zu erreichen, solle eine Strategie für die Vermietung und eventuelle Modernisierung der dort vorhandenen Immobilien erarbeitet werden, forderte sie. Genauso muss es sein, befand dann auch Baudezernent Hansjörg Bohm und stellte Gespräche mit Experten der Cima in Aussicht. Die Beratergesellschaft in München ist spezialisiert auf Strategien zur Immobilienentwicklung speziell in Fußgängerzonen. "Über das Ergebnis werden wir berichten", versprach Bohm. Zugleich warnte der Baudezernent aber auch vor zu großen Erwartungen. Denn letztlich seien die Besitzer von Einzelhandelsimmobilien gefordert.

Nicht wie in Bahnhofstraße

Sie müssen mobilisiert werden, selbst in die Zukunft ihrer eigenen Immobilien zu investieren. "Wir können nur vernünftige Rahmenbedingungen schaffen. Der Einzelhandel aber muss seine Hausaufgaben machen", stimmte SPD-Fraktionschef Roland Richter zu. "Denn die Stadtgalerie wird ein Katalysator mit bipolarer Wirkung werden: Sie ist Magnet und Konkurrenz zugleich." Umso entscheidender ist es laut CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch für die Max-Reger-Straße, die Zeit bis zur Eröffnung der Galerie im Herbst 2017 zu nutzen: "Es braucht Handlungsleitfäden, die wir den Immobilienbesitzern an die Hand geben müssen." Sprich, die Cima müsse ein Gutachten erstellen, die Verwaltung schnell die Kosten hierfür erfragen. Getan sei es damit natürlich auch nicht: "Denn es bleibt eine Mammutaufgabe, alle Immobilienbesitzer der Innenstadt unter einen Hut zu bringen." Trotzdem müsse das dringend versucht werden. Denn wie negativ sich einst belebte Handelsstraßen entwickeln können, zeige die Bahnhofstraße.

Handlungsempfehlungen seitens der Cima steht Richter positiv gegenüber. "Das ist im Sinn der Einzelhändler, und sogar Stadtgalerie-Investor Fondara begrüßt diesen Weg." Am Ende dürfe aber kein weiteres Einzelhandelsgutachten dabei herauskommen.

Mehr als nur Reger-Straße

Nicht nur in der Max-Reger-Straße seien die Einzelhändler gefordert, findet Karl Bärnklau stellvertretend für Bündnis 90/Die Grünen: "Grundsätzlich unterstützen wir den Antrag. Für uns erstreckt sich die Innenstadt aber nicht nur auf die Max-Reger-Straße, sondern auch auf die Altstadt und die Allee bis rund um die Josefskirche." Diese Bereiche solle ein mögliches Gutachten miteinschließen - und das werden sie im Fall der Fälle.

Denn der Stadtrat beschloss - gegen drei Stimmen seitens der Bürgerliste -, Bohm in Gespräche mit der Cima zu schicken. Darin wird der Baudezernent auch sondieren, in welcher finanziellen Größenordnung sich die Beraterleistung bewegt.
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