Tipps von Kontaktbeamtem Fritz für SPD-Senioren - Fremde nicht in Wohnung lassen
Trickbetrüger auf Distanz halten

Über die frechen Maschen der Trickbetrüger informierte Polizeioberkommissar Wilhelm Fritz. Ursula Kinner von der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus dankte ihm für den Vortrag. Bild: Dobmeier
Die Haupttatorte sind Wohnung, Treppenhaus und Straße. Daneben lieben sie Menschenansammlungen in der Fußgängerzone, in Einkaufszentren oder beispielsweise auf dem Frühlingsfest. Hier haben Trickdiebe und Betrüger Hochkonjunktur. Darauf wies Polizeioberkommissar Wilhelm Fritz beim Frühschoppen der SPD AG 60plus im "Bräustüberl" hin.

Der Kontaktpolizeibeamte, der mit seinem Büro jetzt im Alten Rathaus und nicht mehr im Flurerturm residiert, zitierte aus der Statistik. Hatten 2014 über 60 Handtaschendiebstähle zu Buche geschlagen, gab es 2015 nur noch etwa drei dieser Vorfälle. Heute habe es die Polizei mit vielen Einbrüchen am hellichten Tag zu tun. Vermehrt komme der "Enkeltrick" zur Anwendung: Die Täter gaukelten am Telefon oder an der Haustür Verwandtschafts- oder Bekanntenbeziehungen vor, um Geld beispielsweise für die Chance zu einem Wohnungskauf zu erhalten.

Beim "Glas-Wasser-Trick" täuscht ein Gauner laut Fritz eine körperliche Schwäche vor und bittet um ein Glas Wasser, damit er in den Flur oder die Wohnung gelangen kann. Darum lautet das oberste Gebot: "Keinen Fremden in das Zuhause einlassen!" Dies gelte auch bei einer Notlage. Ferner erläuterte der Experte die Masche "falsche Amtsperson". Dienstausweise oder -marken von Beamten können und sollten bei Zweifel durch einen Anruf bei der zuständigen Behörde überprüft werden, riet er. Der angebliche Beamte solle bis zur Abklärung vor der Wohnungstüre warten. Auf die Geheimnummer haben es Scheckkartenbetrüger abgesehen. "Ein Bankbeamter wird nicht nach der PIN-Nummer fragen."

Laut um Hilfe rufen

Das Bücken nach Kleingeld, das ein Trickdieb legt, könne dem Bankbesucher zum Verhängnis werden, wenn er beim Abheben eines größeren Betrags am Bankschalter beobachtet wird. Fritz empfahl, sich größere Beträge in einem Nebenraum auszahlen zu lassen. Wird man im öffentlichen Bereich bestohlen, helfe lautes Rufen.

Vorsitzende Ursula Kinner gratulierte den 60plus-Mitgliedern vom SPD-Ortsverein Weiden-Ost Lore Leitmeier zur Ernennung zum Ehrenmitglied und Wilhelm Moser zum Erhalt der Willy-Brandt-Medaille. Ein Besuch der Europaberufsschule ist am 20. Mai um 14 Uhr vorgesehen. Für die Busfahrt nach Pilsen am 21. August sind noch Plätze frei.
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