Tödliche Schussverletzung

Kriminalbeamte der Weidener Inspektion, Beamte des Landeskriminalamtes und Mitarbeiter des Rechtsmedizinischen Institutes in Erlangen waren am Montag vor Ort, um Spuren in dem Einfamilienhaus in der Neustädter Straße zu sichern. Bild: Götz

Familientragödie in Weiden: Erst bringt der Sohn (43) seiner Mutter (74) mit einer Pfanne eine schwere Kopfverletzung bei. Dann richtet er einen Revolver gegen sich selbst. Er stirbt noch während des Transports ins Klinikum. Noch unklar ist das Motiv für seine Taten.

Weiden. Montag, 10.15 Uhr: In der Polizei-Einsatzzentrale in Regensburg geht ein Notruf ein. Der 80-jährige Vater teilt mit, dass sich im Haus der Familie in der Neustädter Straße ein Gewaltverbrechen ereignet hat. Als die Polizei am Tatort eintrifft, findet sie drei Personen vor, zwei davon verletzt: Mutter und Sohn.

Beide werden noch vor Ort medizinisch versorgt und dann zur Behandlung ins Weidener Klinikum transportiert. Der 43-Jährige - er hatte laut Staatsanwaltschaft Weiden und Pressesprecher Stefan Hartl vom Polizeipräsidium Oberpfalz eine Schussverletzung erlitten - überlebt die Verletzung nicht. Die 74-jährige Mutter weist eine schwere Kopfverletzung auf, wobei die Polizei zunächst nicht sagen kann, ob diese ebenfalls von einem Schuss herrührt. Nur so viel steht fest: Im Haus wurde ein Revolver sichergestellt.

Das Großaufgebot in der Neustädter Straße zieht neugierige Blicke auf sich. Zwei Krankenwagen und der Rettungshubschrauber sind zum Einsatz ausgerückt. Daneben sammeln sich zeitweise 9 Streifenfahrzeuge und weitere Zivilfahrzeuge der Polizei vor dem Haus, in dem der Sohn offenbar noch bei seinen Eltern lebte. Auch Spezialisten des Landeskriminalamtes und der Rechtsmedizin rücken an. Den Vater nimmt die Kriminalpolizei mit zur Vernehmung in die Inspektion Weiden.

Revolver als Tatwaffe

Noch am Nachmittag wird der Tote im Institut für Rechtsmedizin in Erlangen obduziert. Das Ergebnis: Der 43-Jährige hat sich die Schussverletzung mit einem Revolver selbst beigebracht. Das Motiv dafür ist laut Stefan Hartl noch unklar. Die schwerverletzte Mutter war bis Montagabend nicht vernehmungsfähig.

Was feststeht, ist, dass sich Mutter und Sohn zum Zeitpunkt der Taten beide im Erdgeschoss befanden, räumlich getrennt vom Vater. Der Sohn griff seine Mutter nach den bisherigen Erkenntnissen in der Küche mit der Pfanne an. Im Wohn-/Essbereich des Hauses richtete er dann die Waffe gegen sich selbst.
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