Tolles "Toucan"-Konzert der Geschwister Dani und Will
Blues ganz Wilde

Den Blues haben sie offenbar in den Genen: Dani und Will Wilde gaben ein umjubeltes Konzert im "Toucan". Bild: Kunz
"I wade in the Water" schreit die 29-Jährige ins "Toucan". Und ihr Bruder Will unterstützt sie tatkräftig mit seiner Harmonica. Dabei trommelt er die Cajon, eine kleine Holzkiste, die gleichzeitig seine Sitzgelegenheit ist. Dani Wilde ist in Weiden keine Unbekannte mehr. 2008 entdeckte sie Bernhard Stangl für die Max-Reger-Stadt. Es folgten regelmäßige Auftritte. Seitdem sind die beiden eng befreundet.

Bevor Stangl, Dani und Will Wilde am Sonntag das Konzentrationslager Flossenbürg besuchten - ein Vorfahre der beiden Engländer war in einem der Außenlager inhaftiert gewesen - gab das Geschwisterpaar im "Toucan" ein tolles Konzert zwischen Blues und Country Die beiden brauchen keine Band. Sie brauchen nur sich. Ihre Musik hält das Publikum gefangen. "Get me some O", singt Will. Dann kommt das Cover "Ain't no Sunshine". Songs, die unter die Haut gehen. Material von CDs wie "Raw Blues" und "Juice me up".

Schon vier Mal wurde Will Wilde als "Best Harmonicaplayer" für den British Blues Award nominiert. Seiner Schwester gelang es, drei ihrer Singles auf Platz 1 der europäischen I-Tunes-Blues-Charts zu platzieren. Zum ersten Mal trat sie vor sieben Jahren in Weiden auf - damals noch im "Höllriegl's". Die Lieder sind mit voller Hingabe gespielt. Ungekünstelt, echt. Hier geht's um Ausdruck, Feeling - und um die eigene Note. Die ist bei den Wildes Familiensache.
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