Top-besetzte Reverenz an Reger

Mit Igor Levit ist im November bei den Weidener Meisterkonzerten ein Pianist zu Gast, den viele bereits als "Jahrhunderttalent" feiern. Bild: Felix Broede

Gut zehn Jahre war man dran. Telefonate, Gespräche, immer wieder neue Anläufe, um eines der besten Orchester nach Weiden zu holen. Jetzt hat es geklappt. Im Frühjahr 2016 gastiert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die Nummer sechs im internationalen Orchester-Ranking bei den " Meisterkonzerten".

Es ist ein besonderer Beitrag zum Reger-Jahr 2016, mit dem der Förderkreis für Kammermusik wieder einmal die Messlatte hoch legt. Und das nicht nur in Sachen Reger. Denn anspruchsvolle Programme und namhafte Künstler bieten in der Max-Reger-Halle auch die fünf Konzerte zuvor. Den Auftakt macht am Freitag, 23. Oktober (20 Uhr), das Georgische Kammerorchester zusammen mit Hornist Radek Baborak. Baborak war zuletzt acht Jahre lang Solohornist bei den Berliner Philharmonikern. Ein "Traumjob", den er vor vier Jahren aufgab, um als Solist international Karriere zu machen. In Weiden erleben wir ihn als Hornist, aber auch als Gastdirigent des Georgischen Kammerorchesters. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart: Die bekannte Sinfonie g-Moll, das zweite Hornkonzert Es-Dur und das Divertimento Nr.7 D-Dur.

Einen außergewöhnlichen Klavierabend bieten die Meisterkonzerte am Freitag, 13. November (20 Uhr). Und das nicht nur, weil der Abend ohne Pause verläuft. Mit Igor Levit ist ein Pianist zu Gast, den viele bereits als "Jahrhunderttalent" feiern. Es gibt auch gemäßigtere Stimmen, Fakt ist: Dieser Mann sorgt mit seinen "Marathon-Programmen" für Aufsehen. Regers "Bach-Variationen" und Beethovens Hammerklaviersonate an einem Abend, das war sein Programm vor zwei Jahren bei den Weidener Musiktagen. In diesem Jahr spielt er wieder ein großes Variationswerk: Beethovens "Diabelli-Variationen", kombiniert mit den etwas kleiner dimensionierten Variationen f-Moll von Haydn.

In selten zu hörender, aber sehr aparter Besetzung sind am Sonntag, 31. Januar (17 Uhr), Dejan Gavric (Flöte), Philipp Nickel (Viola) und Silke Aichhorn (Harfe) zu hören. Es erklingen zwei Originalwerke für diese rare Besetzung - das "Elegiac Trio" vom Engländer Arnold Bax und Debussy's "Sonate Trio" - sowie Werke von Ravel, Malcom Arnold und Benjamin Britten.

Den zweiten Klavierabend gestaltet am Freitag, 11. März (20 Uhr), der deutsche Pianist Bernd Glemser mit romantischer Klaviermusik von Brahms (sechs Klavierstücke op.118), Franz Schubert (Wanderer-Fantasie C-dur) und Chopin (Sonate Nr. 3 h-Moll), bevor am Freitag, 8. April (20 Uhr), das junge Hermès-Quartett mit Streichquartetten von Haydn (D-Dur, op.20), Schumann (a-Moll, op.41) und Anton Webern (op.5) die reguläre Saison beenden.

Das Sonderkonzert zum 100. Todestag Max Regers, gestaltet vom Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, findet am Samstag, 7. Mai (18 Uhr), statt. Dirigent ist Franz Welser-Möst, Chefdirigent des traditionsreichen Cleveland Orchestra und bis 2014 GMD der Wiener Staatsoper. Zur Aufführung kommen Regers Hebbel-Requiem op. 144b für Bariton, Chor und Orchester (Solist: Michael Volle) und Werke von Brahms: Die "Tragische Ouvertüre", die Sinfonie Nr.3 F-Dur und das "Schicksalslied" für Chor und Orchester. Karten sind bereits erhältlich.

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Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unterTelefon: 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0 und www.nt-ticket.de

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.weidener-meisterkonzerte.de
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