Traumhaftes Wetter, zünftig aufspielende Musikanten, 15 schmucke Paare, ein 29 Meter hoher Baum aus dem Gebenbacher Kirchenholz und schmackhafte Schmankerln - all das war drei Tage lang geboten bei der 37. Burgstaller Kirwa.
Spannung beim Watschnplattler

Das neue Burgstaller Oberkirwapaar heißt Stefan Dotzler und Selina Wrosch.
(u) Entsprechend groß war an allen drei Tagen der Besucherandrang - ganz zur Freude der Dorfgemeinschaft mit ihrem Ortssprecher Hans Scharl. Bei der Ausrichtung des Traditionsfestes konnten er und seine Frau Elfriede einmal mehr auf das Engagement der Dorfbewohner bauen. Vor allem die Jugend brachte sich aktiv ein. Aus gutem Grund war man stolz darauf, dass der rund 60 Einwohner zählende Ort 15 Paare präsentieren konnte.

Im Festzelt und vor allem im Freien auf dem Dorfplatz herrschte gleich von Beginn an Riesenstimmung. Die Band Die Vierlinge spielte zum Einmarsch der Paare auf und sorgte für beste Unterhaltung bis spät in die Nacht. Zum zweiten Mal bei der Burgstaller Kirwa vertreten, traf sie mit ihrer Stimmungs- und Tanzmusik den Geschmack von Jung wie Alt und lockte so manchen auf die Bühne.

Rebstock verschenkt

Der Sonntag begann traditionsgemäß um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst, den der Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft zelebrierte. Er zeigte sich überrascht von der großen Anzahl der Gläubigen, die sich zur Messe eingefunden hatte. Auch die Paare waren mit Ausnahme der letzten Baumwache komplett vertreten. Anhand eines mitgebrachten Rebstocks demonstrierte Preitschaft, dass Gemeinschaft nur als Ganzes funktionieren kann, und stellte dabei auch die Kirwapaare in den Mittelpunkt seiner Predigt. Im Anschluss schenkte er den Rebstock der Dorfgemeinschaft.

Höhepunkt des Nachmittagsprogramms war wie immer das Baumaustanzen. Es wurde mit besonderer Spannung erwartet, wollten doch die Burschen den Watschnplattler präsentieren. Der Neidaffer Sepp - mit bürgerlichem Namen Josef Richthammer - hatte den Tanz einstudiert. Er konnte mit der Leistung seiner Schützlinge hoch zufrieden sein. Auch die Paare erwiesen sich bei ihren Tänzen als taktsicher und gut abgestimmt. Das galt für die Sternpolka und den Boarischen genauso wie für den Siebenschritt und den Zwiefachen. Die Tänze hatten die älteren Paare den jüngeren beigebracht. Der Ehrenwalzer endete mit der Kür von Stefan Dotzler und Selina Wrosch zum neuen Oberkirwapaar. Danach setzte der Sturm auf das Kuchenbüfett ein. Die Stimmungsband "Pfälzer mit Kraut" bewies bis in die Nachtstunden ihre Qualitäten.

Baumfest angekündigt

Am Montag gab es nochmals einen wahren Gästeansturm. Die Zoigl Musi ging so richtig in die Vollen. Mit ihrer Musikauswahl traf sie den Geschmack der Tänzer wie Nichttänzer. Glücklicher Gewinnerin des Baumes wurde das letztjährige Oberkirwamoidl Vanessa Müller. Sie behielt das Wahrzeichen des Fests und freute sich schon auf das Baumfest, das sie ausrichten darf.
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