Trickbetrüger verschluckt 500-Euro-Scheine

(ca) Die Schleierfahnder der Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizei Weiden bewiesen ein sicheres Gespür. Sie zogen auf der Autobahn A 93 auf Höhe Windischeschenbach ein Regensburger Taxi aus dem Verkehr. Der Fahrgast, ein 34-jähriger Pole, kaute und schluckte. Was - das begriffen die Beamten erst, als sich in seiner Unterhose 34 000 Euro in bar fanden.

"Wir vermuten, dass er schon drei Fünfhunderter geschluckt hatte", sagt Erster Polizeihauptkommmissar Werner Ochantel, Leiter der Polizeiinspektion Weiden. Das Geld war Beute eines Enkeltrick-Coups. Dabei war eine Rentnerin (74) aus dem Raum Regensburg über den Tisch gezogen worden. Der Pole sollte als Kurierfahrer einer Enkeltrick-Bande das Geld über Berlin außer Landes bringen.

Die Verkehrspolizei geht davon aus, dass er versuchte, die Scheine zu schlucken, um wenigstens einen Teil der Beute retten zu können. Ochantel hat sich beim Landeskriminalamt erkundigt. Die Mühe wäre umsonst gewesen: "Da wäre bestenfalls der Silberstreifen zu retten gewesen."

Die Arbeit der Fahndungskontrollgruppe war Teil der Jahresbilanz, die Ochantel am Donnerstag vorstellte. Noch ein großer Coup der Fahnder: Sie ermittelten eine überregional agierende Einbrecherbande. Die georgischen Staatsangehörigen hatten unter anderem in Luhe-Wildenau Einbruchdiebstähle verübt. (Seite 24)
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