"TrioLogie" mit ungewöhnlichem Konzert im "Parapluie"
Töne von der Leiter

Sieht nicht nur ungewöhnlich aus, klingt auch so: die Band "TrioLogie" bei ihrem Auftritt im "Parapluie". Bild: Kunz
Eine Band auf Einkaufswagen-Tour. Das Equipment mit dem von Pink Floyd zu vergleichen, wäre schier vermessen. Aber die Spielsachen von "TrioLogie" reichten - runtergerechnet auf das "Parapluie" - auch schon mal bis in den halben Saal hinein. "The Green Wiiis Tour" auf der "Live Stage": Das hatte schon was.

Aus Sulzbach, Nürnberg und Weimar kamen sie: Uli Wießnet, der Drummer und Percussionist, Andi Stöcker am Kontrabass sowie Gerald Ludwig, der die Marimba und das Vibraphone spielte. Das weitere Instrumentarium hing an einem Einkaufswagen aus dem Supermarkt, verziert mit Audi-Emblem. Nicht geklaut, echt gekauft. Da hingen Töpfe, Glocken, Kupferrohre, Ananas-Dosen und Wasserbehälter.

Alles Dinge, die man zum Musizieren braucht. Gespielt wurde auch auf der Klappleiter. Und fürs Publikum gab's leere Farbeimer von Obi. Bernd Mende vom "Parapluie" war von seinen Gästen begeistert. Das "TrioLogie"-Programm bestach durch seine eigenwilligen Interpretationen. 20 Prozent des Materials kannte man aus alten Hitparaden. Den Rest hatte sich das Trio selber zusammengebastelt.

Weil keiner so recht singen konnte, gab die ansonsten recht experimentierfreudige Combo nur ein aufgewecktes Instrumental-Konzert mit groovigen, mitreißenden Drum- und Percussion-Einlagen - vom Plattler bis "Satisfaction", vom Bossa Nova bis Ragtime. Leitern und Boomwhakers inbegriffen. Dies alles im Klanggefüge von Mallets, Kontrabass und Percussions, das sämtliche Konventionen sprengte. Schubladen sind schließlich nicht nur zum Schließen da.
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