"Trotz der Hitze war es ein Superfest für Jung und Alt." Dieses Resümee zog die Kirwagemeinschafts-Vorsitzende Christina Rodler nach dem von Brauchtum und Partytime geprägten dreitägigen Feiermarathon. Der Zusammenhalt im 210-Seelen-Ort Tanzfleck hatte entscheidend dazu beigetragen.
"D'schöin Mare" unterm Baum

Alle Augen waren auf die sieben Tanzflecker Kirwapaare gerichtet, denn unterm Baum wurde ja schon so manche Liebe besiegelt. Bilder: bk (2)
(bk) Erst um 6 Uhr früh traten am Sonntag die letzten Gäste den Heimweg an, ebenso die Baumbewacher. Nach dem Grundsatz "Die Kirwa gäbe es nicht ohne Kirchweihe" besuchten die Moila und Boum aber auch den Gottesdienst.

"Geht es uns auch so wie den damals murrenden Zuhörern bei der Brotrede Jesu?", fragte Pfarrer Konrad Kummer. Auch wir hätten doch Schwierigkeiten mit dem Glauben, Einwände gegen ihn und die Lehre der Kirche. "Lassen wir uns von Gott führen und leiten", ermutigte der Geistliche. Wer sich auf Jesus einlasse, ihn wie das Brot in sein Leben aufnehme, werde leben in Ewigkeit. "So wie Brot als alltägliche Nahrung selbstverständlich ist, so notwendig ist auch Christus für unser Leben", betonte Kummer. Der Geistliche rief zu einer innigen Lebensgemeinschaft mit Christus auf im Gebet und Lesen der Bibel, in der Messe und im Empfang der Sakramente.

Der Gesang der Kirwapaare, die auf dem mit Sonnenblumen verzierten und vom Traktor von Johannes Amann gezogenen Wagen noch eine Runde durch Tanzfleck und Rothaar drehten, kündigte den Höhepunkt an. Kreisheimatpfleger Dieter Kohl als Tanzlehrer machte selber mit beim Schottisch mit Figuren, bei Jägermarsch, "D'schöin Mare" und dem Zwiefachen "Der Schafelstül".

Als das Musikduo "A Durchanand" kurz unterbrach, hielt Laura Maier den Blumenstrauß in der Hand und war so mit Christian Rauscher zum neuen Oberkirwapaar gekürt. Beide ließen nach dem Ehrenwalzer zur großen Freude der Flüchtlings-Kinder einen Süßigkeiten-Regen niedergehen.

Die Mütter hatten sich beim Backen mächtig ins Zeug gelegt. Sie betreuten auch die Kaffee- und Kuchentheke und halfen den Männern in der Grill- und Käsehütte. Die letzten von 1000 Losen der mit rund 30 Preisen bestückten Tombola verkaufte das Oberkirwapaar.

Die Spannung vor der Ziehung durch Laura Maier stieg. Der vorletzte Gutschein hatte es in sich: Die Kirwabraut 2013, Christina Goß, darf die neuen Hoheiten einen Tag für alle Arbeiten mieten. Als Wahrsager entpuppte sich Georg Schirbl, der den AZ-Lokalreporter vor Beginn als Gewinner des Kirwabaums sah - dies traf dann tatsächlich ein.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.