TSV Detag will nachlegen

In der Bezirksliga Nord steht der letzte Spieltag der Vorrunde an. Drei Teams bemühen sich um den Titel des Halbzeit-Meisters. Im hinteren Bereich der Tabelle kommt es zum Duell der beiden Überraschungsteams der Vorwoche.

2:7, 3:6, 10:0, 7:0 - in Torlaune präsentierten sich die Akteure der Bezirksliga Nord am 14. Spieltag. 47 mal (5,9 Treffer pro Partie) landete das Leder in den Maschen: Saison-Höchstwert. Hinzu kam das verrückte Kellerduell zwischen dem SV Kulmain (15./9) und der SV Grafenwöhr (13./12). Die Sportvereinigung führte schnell mit 2:0 und spielte ganz nach dem Willen des neuen Trainers Roland Schreglmann.

Allerdings bewiesen die Kulmainer Comeback-Qualitäten. Nach dem Anschlusstreffer drehten sie mit zwei Treffern in der Nachspielzeit die Partie noch komplett und sammelten wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Daher reisen die Schützlinge von Oliver Drechsler sicherlich mit frischem Selbstvertrauen zum TSV Detag Wernberg (8./18) und wollen den Anschluss an das hintere Mittelfeld herstellen. Allerdings setzte auch der Kontrahent in der Vorwoche ein Ausrufezeichen. Der 2:0-Erfolg beim damaligen Spitzenreiter SV Sorghof (2./34) konnte guten Gewissens in der Kategorie "Sensation" eingeordnet werden. Die Lila-Weißen stürzten mit diesem Streich nicht nur den Tabellenführer, sondern legten auch ein vorerst beruhigendes Sechs-Punkte-Polster zwischen sich und den Relegationsplatz.

Götz-Truppe spekuliert

Diesen nimmt derzeit die SV Grafenwöhr ein. Die Schreglmann-Elf hatte nicht nur den Nackenschlag der Last-Minute-Derbyniederlage aufzuarbeiten, sondern hat am letzten Vorrunden-Spieltag mit dem SV Schwarzhofen (3./32) auch ein Spitzenteam vor der Brust. Alles andere als günstige Voraussetzungen gegen eine Mannschaft, die zum Sprung an die Tabellenspitze ansetzt. Die Truppe von Chefcoach Adi Götz wies zuletzt die SpVgg Vohenstrauß (9./18) in die Schranken (2:0). In Anbetracht des Programms der beiden führenden Teams ist ein Sprung an die Tabellenspitze nicht ausgeschlossen.

Schützenhilfe könnte dabei der 1. FC Schwarzenfeld (6./25) leisten, der den neuen Liga-Primus FC Amberg II (1./35) erwartet. Der knappe 2:1-Sieg in Hahnbach (11./14) vor Wochenfrist sollte für entsprechenden Rückenwind sorgen. Im Niemandsland der Tabelle bewegt sich die SpVgg Pfreimd (7./22) jenseits von Gut und Böse. Die Mannschaft kann auf eigenem Platz völlig befreit aufspielen, während Kontrahent SVSW Kemnath (14./22) auf einem direkten Abstiegsplatz rangiert und zum Punkten verpflichtet ist. Allerdings kassierte die Sebald-Truppe zu Hause zuletzt eine 3:6-Abfuhr gegen den FV Vilseck (5./26), was zu verstärktem Abwehr-Training während der Woche geführt haben dürfte. Um wichtige Zähler geht es für die SpVgg Vohenstrauß im Heimspiel gegen den SV Hahnbach. Um nicht näher an die gefährliche Zone gereicht zu werden, ist ein Dreier unabdingbar.

Gleiches gilt für den Sport-Club aus Katzdorf (10./16), der die DJK aus Ensdorf (4./29) empfängt. Einen erneuten Anlauf unternimmt der gebeutelte SC Luhe-Wildenau (16./1). Vielleicht gelingt ja im letzten Spiel der Hinserie gegen den SV Freudenberg (12./13) endlich der erste Dreier.

Samstag, 24. Oktober, 14 Uhr: TSV Detag Wernberg - SV Kulmain, 1. FC Schwarzenfeld - FC Amberg II, SC Luhe-Wildenau - SV Freudenberg, FV Vilseck - SV Sorghof; Sonntag, 25. Oktober, 14 Uhr: SV Grafenwöhr - SV Schwarzhofen, SpVgg Vohenstrauß - SV Hahnbach, SC Katzdorf - DJK Ensdorf, SpVgg Pfreimd - SVSW Kemnath
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