Türen:
Einbruchschutz

Bei Neuanschaffungen empfehlen sich einbruchhemmende Türen mit mindestens der Widerstandsklasse 2. Bei diesen Türen ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keinen Schwachpunkt gibt. Diese Türen gibt es auch für Nebeneingänge.

Nachrüstung von Türen: Der Einbruchschutz von Türen kann im Nachhinein immer noch deutlich verbessert werden. "Man muss dabei die Tür immer ganzheitlich betrachten", sagt Kripoberater Dieter Melzner. Die Nachrüstung - Türblätter, Türrahmen, Türbänder, Schlösser, Beschläge und Schließbleche - muss sinnvoll abgestimmt sein. Das beste Schloss nutzt nichts, wenn darüber eine Scheibe leicht zu zertrümmern ist. Unter www.k-einbruch.de finden sich Unternehmen, die mechanische Sicherungseinrichtungen anbieten.

Türspion/Beleuchtung: Ein 180-Grad-Winkel-Türspion zeigt, wer vor der Tür steht. Der Bereich vor der Tür und der Zugangsweg sollten beleuchtet sein. Die Schaltung kann auch automatisch durch einen Bewegungsmelder erfolgen.

Fenster/Terrassentüren: Auch hier gilt: Beim Neubau auf mindestens Widerstandsklasse 2 zurückgreifen. Diese Fenster verfügen über einbruchhemmende Verriegelung ("Pilzköpfe"), einbruchhemmende Verglasung und abschließbare Griffe. Nachrüsten ist möglich. Schwachpunkte sind bei älteren Fenstern die Beschläge. Ab etwa Baujahr 1990 ist ein Austausch durch einen Fachbetrieb möglich. Abschließbare Fenstergriffe allein reichen nicht, weil sie keinen Schutz gegen Aufhebeln bieten.

Fenstergitter: Häufig gekippte Fenster (WC-Fenster) können mit Fenstergittern gesichert werden.

Kellerschächte: Betonierte Kellerlichtschächte sollten möglichst mit geprüften einbruchhemmenden Gitterrosten oder mit Rollenrostsicherungen gesichert werden. Gute einbruchhemmende Wirkung haben auch Elemente aus stahlarmierten Glasbetonsteinen. Kommt dies nicht in Frage, sollten die Gitterroste wenigstens mit speziellen Abhebesicherungen (am besten an allen vier Ecken) gesichert werden. Die Sicherungen sollten tief im Lichtschacht verankert werden.

Alarmanlagen: An erster Stelle steht immer die mechanische Sicherung (siehe oben). Einbruchmeldeanlagen bieten allenfalls zusätzlichen Schutz. Sie verhindern keinen Einbruch, nur das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden, erhöht sich. Ein Problem sind oft auch irritierende Fehlalarme. (ca)
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