Über 100 ehemalige Meisterschüler spüren Trends nach - Top-Stylisten zeigen ihr Können in der ...
Kopfüber in den Messie-Look

Die Haare zum Irokesen hochgesteckt. Das liegt im Trend. Oder die Frau entscheidet sich gleich für den kürzesten aller Kurzhaarschnitte: den angesagten Pixie-Cut, wie ihn bereits Hollywoodstar Mia Farrow Ende der 60er getragen hat. Hauptsache es geht wild zu mit dem Schopf auf dem Kopf. "Messie-Look", sagt Sandy Rothländer dazu. Sie ist eine von drei Top-Stylisten, die in der Friseurschule Müller vor gut 100 Friseuren aus ganz Süddeutschland referieren und hantieren.

Es ist das 6. Forum Wissen, zu dem der Inhaber und Leiter der Schule in der Parksteiner Straße, Christian Müller, am Montag eingeladen hat. Neben Rothländer gibt Fabian Steffan-Küssel, Ex-Meisterschüler in Weiden (Abschluss 2005) und Trainer bei L'Oréal, Farbtipps. Der Weltmeister im Friseurhandwerk, Helmut Eisele junior, schneidet In-Frisuren.

Doch alles der Reihe nach. Sandy Rothländer beginnt. Sie ist Loreal-ID-Artist und selbst Dozentin an der Meisterschule. Allerdings in Stuttgart. Ihr Salon lieg in Brackenheim. Eine Begegnung mit Boris Entrup, dem bekanntesten Make-up-Artist Deutschlands, verhalf ihr zum Dauer-Engagement bei der Fashion Week. "Auf Wunsch von ihm war ich dabei. Und nun gibt's keine Fashion Week mehr ohne Sandy." Im Januar zum elften Mal. Regel Nummer eins: Zuerst wird das Haar gecurlt und zum Auskühlen festgeklemmt. Fertig ist der Hollywood-Look, sagt Sandy und wuschelt durch die blonde Mähne von Modell Nadine. "Die Leute wollen nicht mehr so gestylt und gemacht aussehen." Sauber Löckchen an Löckchen kringeln: "Das ist vorbei." Der Messie-Look auf dem Kopf kommt an. Und schnell muss es gehen. Das weiß Sandy vor allem auch wegen der Fashion Week. Also schnappt sie sich Füllteile, die Klemmen, die Postichnadeln in Größe 27, durchsichtige Haargummis und das Haarspray, das sich wieder auskämmen lässt. Fertig ist der Irokese als Hochsteckfrisur.

Wenn der dann noch in einer Trendfarbe der Wintersaison glänzt, leuchten Steffan-Küssels Augen. Ein Gold-, Kupfer- oder kühler Braunton muss es sein. Live greift er in den Farbtopf. Noch kurz vor Beginn des Forums tönte er einem der 15 Modelle die Haare neu. "Weil das Blond jetzt einfach natürlicher aussieht."

Schnitt vom Weltmeister

Der dritte Top-Friseur stylt sonst in einer Klosterkirche aus dem 16. Jahrhundert in Regensburg. Dort betreibt Helmut Eisele junior einen seiner vier Salons. Er ist Chef von 75 Mitarbeitern und Friseur-Weltmeister. Am Montag zeigt er seine Schnittkunst beim Pixie-Cut oder dem Long-Bob. Was gefällt, wird fotografiert. Wie's geht, wird gefilmt. Was bleibt? Die In-Frisuren auf den Köpfen der Modelle. Aufgepasst: Sie könnten einem jederzeit begegnen. Die Modelle stammen allesamt aus Weiden und Umgebung.
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