Über Eures-Programm Grenzpartnerschaft Bayern-Böhmen weiterhin gesichert - Über 20 ...
Fördergelder mehr als verdoppelt

"Die bayrisch-böhmische Grenzpartnerschaft Eures wird fortgesetzt". Gastgeber Andreas Staible (links) begrüßte (von links) Zdenek Novotný, Dolmetscherin Jana Movzisová, Miroslav Chytil, Klaus Beier, Manfred Stamm und Helmut Fiedler. Bild sbü
(sbü) Lange war es offen, ob und wie es weitergeht. Jetzt hat die EU in Brüssel grünes Licht gegeben. Auch 2015 werden im bayrisch-tschechischen Grenzraum für grenzüberschreitende Projekte Fördergelder des Eures-Programms bewilligt. Und das Jahreskontingent hat sich sogar mehr als verdoppelt. Vieles kann jetzt fortgeführt und Neues begonnen werden.

Mit Auslaufen der bisherigen Förderperiode 2013/2014 war lange Zeit offen, ob und in welcher Form Grenzpartnerschaften in Europa weiterhin gefördert werden (wir berichteten).

Aus den ursprünglich 20 Grenzpartnerschaften in Europa sind 12 übrig geblieben: Bayern-Böhmen ist dabei. "Zunächst nur für ein Jahr, dafür verfügen wir aber über ein deutlich höheres Kontingent als in den vergangenen Jahren" sagen die Grenzpartner im gemeinsamen deutsch-tschechischen Pressegespräch in der Agentur für Arbeit in Weiden. Somit kann die seit dem Jahr 2005 bestehende Partnerschaft zwischen den im Grenzraum ansässigen, Arbeitsagenturen, den Sozialpartnern, Hochschulen und anderen Institutionen im laufenden Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiern.

Künftig 335 000 Euro

"Den Partnerschaftsvertrag für ein weiteres Jahr haben wir heute unterzeichnet" berichtet Klaus Beier, stellvertretender Geschäftsführer der Regionaldirektion Bayern. Dabei ist auch Helmut Fiedler, derzeit zuständig für internationale Beziehungen beim DGB Bayern. Er gilt als Motor der Partnerschaft und war von Beginn war auch ihr Präsident. Auch Vertreter der tschechischen Partner sind in die Weidener Arbeitsagentur gekommen, Zdenek Novotný, Direktor der Arbeitsagentur Pilsen und Miroslav Chytil vom tschechischen Arbeitsministerium.

Während das Jahreskontingent für alle Einzelprojekte zuletzt nur noch bei rund 150 000 Euro lag, stehen für 2015 sogar 335000 Euro zur Verfügung. Und es steht auch schon fest, welche Projekte gefördert werden können. Beier und Fiedler berichten aus dem der Europäischen Kommission vorgelegten Arbeitsplan. Mehr als 20 grenzüberschreitende Einzelprojekte seien darunter. "Vor allem können wir bewährte Maßnahmen fortsetzen" sagen die Vertragspartner. Dazu zählen sie vor allem das Eures-Arbeitsmarktportal (www.eures-by-cz.eu).

Binnenwanderung

Als Einzelprojekt der Arbeitsagentur Schwandorf wurde dies in den Jahren nach 2005 aufgebaut. Es enthält aktuelles Zahlenmaterial und Grafiken über Arbeitslosigkeit, Stellenangebot, Beschäftigte und andere Arbeitsmarktdaten des gesamten Grenzraums. Dass sich seit Beginn der Partnerschaft Wirtschaft und Arbeitsmarkt in der deutsch-tschechischen Grenzregion auf beiden Seiten gut entwickelt hätten, gilt für Beier als sicher. Die Aktivitäten und Projekte der Partnerschaft wie zum Beispiel regelmäßige Sprechtage der Eures-Berater in Tschechien, Eures-Büro in Pilsen und grenzüberschreitende Ausbildungsmessen hätten einen wichtigen Beitrag zu Binnenwanderung geleistet. Damit seien das zentrale Ziel der EU-Grenzlandpolitik, Verstärkung der Binnenwanderung in Europa, realisiert worden.

Beier rechnet damit, dass sich bis zum Jahr 2020 "der Prozentsatz der grenzüberschreitenden Tätigen von derzeit 2 Prozent der Beschäftigten verdoppeln wird. Für Fiedler sind vor allem "die weichen Faktoren wie Informationsprojekte über die Arbeits-und Rahmenbedingungen des Nachbarlandes" wichtig. Positiv auch die Reaktion auf tschechischer Seite: Eures-Koordinator Chytil sieht in der Zusammenarbeit der Grenzpartner "ein Vorbild für andere" und der Pilsener Arbeitsagenturchef Novotný spricht davon, dass die Partnerregionen "derzeit zu den besten ihrer Länder zählen".
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