Überhäuft von Hilfe

Ein arbeitsreiches Jahr reflektierte die Vorstandschaft des Caritas-Kreisverbandes Weiden-Neustadt bei der Mitgliederversammlung. Geschäftsführer Bernhard Uhl (Dritter von links) ging dabei nicht zuletzt auf die neuen Herausforderungen durch die hohen Flüchtlingszahlen ein. Bild: zpe

Die Hilfsbereitschaft der Bürger angesichts der hohen Flüchtlingszahlen bekommt auch die Caritas hautnah mit: Dank vieler Spenden quillt die Kleiderkammer förmlich über. Für den Wohlfahrtsverband ist das sogar schon zu viel des Guten.

Die vielen Flüchtlinge in der Region beschäftigen natürlich die Caritas. Das machte ein ausführlicher Überblick von Geschäftsführer Bernhard Uhl bei der Hauptversammlung des Kreisverbandes Weiden-Neustadt im Rot-Kreuz-Haus deutlich. Dabei ging er auch auf das fünfjährige Bestehen der Kleiderkammer ein, das im Juli mit einem Hoffest gefeiert wurde. Derzeit gebe es ein Überangebot. "Insbesondere für die Flüchtlinge geben die Leute Unmengen von Kleidung ab, obwohl hier nur in Einzelfällen ergänzend Ausstattung gebraucht wird."

Ein Wunsch für den Kreis

Dabei berührt das Thema die Caritas noch auf viele weitere Arten. So bietet sie eine Asylsozialberatung. Die Stelle war Anfang des Jahres durch Personalwechsel unbesetzt. Seit April ist nun Raimunda Brusokaite, die vorher beim Stadtjugendring Weiden beschäftigt war, dort eingesetzt. Sie ist für die Betreuung der Asylbewerber im Landkreis Neustadt zuständig. In der Stadt Weiden gibt es einen hauptamtlichen Koordinator für die Ehrenamtlichen, Manfred Weiß. Eine derartige Stelle würde man sich auch für den Landkreis wünschen, da die Caritas-Beraterin nicht alle Anfragen von ehrenamtlich tätigen Gruppierungen befriedigen kann.

Daneben gab Uhl einen allgemeinen Überblick über Flüchtlingszahlen in der Stadt und im Landkreis. Dabei erwähnte er unter anderem, dass die Container-Unterkünfte im Camp Pitman in Kürze bezugsferitg seien. Das Netzwerk Asyl hoffe, dass die Regierung dort auch einen Sozialraum anbieten werde. Diese Gemeinschaftsunterkunft betreue eine Halbtagskraft der Diakonie. "Eine Stellenaufstockung wurde bisher nicht genehmigt."

Hilfe hinter Gittern

Wie Uhl in seinem Rückblick weiter aufführte, biete die Caritas-Straffälligenhilfe alle drei Wochen in der Justizvollzugsanstalt Sprechstunden an. Eine Mitarbeiterin halte engen Kontakt zur ehrenamtlichen Betreuergruppe. Der 40. Sonnenzug sei im Juni nach Kulmbach gefahren. Die sozialpädagogische Familienhilfe habe sich im Berichtszeitraum in Weiden um zehn Familien mit 41 Kindern und im Landkreis um 24 Familien mit 69 Kindern gekümmert.

Von den beiden christlichen Kirchen, von Caritas und Diakonie getragen, habe der "Pflegetruck" in Weiden Station gemacht. An Heiligabend habe es wieder eine Weihnachtsfeier für 80 Alleinstehende in der Cafeteria des Klinikums gegeben. Die allgemeine Sozialberatung sei Erstanlauf- und Clearing-Stelle.
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