Übernahme hat sich gelohnt

Sattes Grün umgibt das Ziegelwerk in Schönlind (Stadt Vilseck), auf dessen Gelände die Farbe ziegelrot vorherrscht. Nach der Erneuerung der Produktionsanlage laufen hier nach Angaben des Unternehmens Leipfinger-Bader täglich rund 300 Tonnen Ziegel vom Band. Mittelfristig soll diese Zahl sogar weiter gesteigert werden. Erweiterungspläne gibt es auch für die werkseigene Tongrube mit hochwertigem Opalinuston (oben rechts). Bild: hfz

Es waren schon hohe Erwartungen damit verbunden, als vor gut einem Jahr das niederbayerische Familienunternehmen Leipfinger-Bader die Ziegelei in Schönlind übernahm. Doch heute kann Thomas Bader sogar sagen: "Wir haben unsere Ziele übertroffen."

Rundum positiv fällt deshalb die Bilanz der Leipfinger-Bader-Ziegelwerke aus Vatersdorf bei Landshut aus. Sie hatten vor einem Jahr zum Erwerb der wesentlichen Vermögensgegenstände des Geschäftsbetriebs des Ziegelwerks Schönlind der Ziegelei Merkl OHG eigens die Leipfinger-Bader GmbH & Co. KG gegründet.

Laut Presseinfo des Unternehmens wurden dort rund zwei Millionen Euro in eine moderne Ziegelproduktion und Qualitätssicherung investiert. "Das hat sich für den Betrieb und für die Region gelohnt", sagt Leipfinger-Bader-Chef Thomas Bader. Denn die Mitarbeiterzahl stieg von 24 auf 34 und der Standort soll weiter ausgebaut werden: "Wir haben unsere ersten Ziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen."

Anfangs sei es vor allem darum gegangen, den Ziegeleistandort und die Arbeitsplätze überhaupt zu erhalten. Doch das Geschäft entwickelte sich nach Unternehmensangaben so erfolgreich, dass schon im ersten Jahr personell aufgestockt werden konnte. Seit April 2014 hat sich viel getan: Auf dem Werksgelände wurde viel renoviert und Maschinen und Produktionsprozesse wurden verbessert und optimiert, um hochwertige Plan- und Blockziegel herstellen zu können.

Seit der Einführung eines Zweischichtsystems im Februar ist das Werk besser ausgelastet als zuvor. "Inzwischen laufen nun täglich rund 300 Tonnen gebrannte Ziegelware vom Band", sagt Bader. "Damit sichern wir unsere Stellung auf dem nordbayerischen Markt."

Leipfinger-Bader will laut der Pressemitteilung den Standort weiter ausbauen. Derzeit werden gerade Bürogebäude mit Sozial- und Schulungsräumen umgebaut, um bessere Bedingungen für den Empfang von Gästen, Kunden und für die Beschäftigten zu schaffen. "Alle Arbeitsplätze der alten Ziegelei zu erhalten, war uns ein wichtiges Anliegen. Jetzt sorgen wir dafür, dass sich die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz auch wohlfühlen", sagt Bader.

Zusätzlich wird in die Rohstoffversorgung investiert: Die bestehende werkseigene Tongrube mit hochwertigem Opalinuston soll erweitert werden. Damit ist laut Bader die Versorgung von Nordbayern mit hochwertigen Mauerziegeln langfristig sichergestellt - und die traditionsreiche Ziegelgeschichte der Oberpfalz wird weitergeschrieben.

Das soll aber noch nicht alles gewesen sein. "Wir investieren voller Überzeugung in Schönlind", sagt Bader. "Und wir schließen ein weiteres umweltfreundliches Wachstum dieses Werks nicht aus."
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