Überrascht von Asylpolitik

Bei ihrer Jubilar-Ehrung begrüßte die CSA mit Vorsitzender Dagmar Nachtigall (vorne, rechts) viele Ehrengäste aus der CSU, darunter Kreisvorsitzenden Stephan Gollwitzer (stehend, Dritter von rechts). Bild: Kunz

Mehr als einen bloßen Ehrenabend wollte die Christlich Soziale Arbeitnehmer-Union (CSA) feiern. Denn die Mitglieder hatten viel Diskussionsbedarf.

"Der Mensch ist das Maß der Dinge": Das Motto der CSA stellte der CSU-Kreisvorsitzende Stephan Gollwitzer in den Mittelpunkt der Festrede zur Jubilar-Ehrung in Iblackers Zoiglstüberl. Er betonte, dass die CSA eine Art Denkfabrik für Fragen der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik sei und deswegen ein wichtiger Bestandteil der CSU. An diesem Abend gab es auch eine Diskussion mit den anwesenden Stadträten über die Weidener Politik, und so entstand ein intensiver Austausch über Themen wie Haushaltseinsparungen, Asylpolitik oder den Bürgerentscheid zum Gewerbegebiet.

Schnellschuss kritisiert

CSA-Kreisvorsitzende Dagmar Nachtigall ging in ihrer Begrüßung ebenfalls auf aktuelle Themen ein und kritisierte, dass es keinem CSU-Stadtrat bekannt gewesen sei, dass die Mehrzweckhalle ein Auffanglager für Asylbewerber werden soll. Dass die Notwendigkeit bestünde, die bedürftigen Menschen aufzunehmen, sei klar. Nur: Dieser Schnellschuss sei schwer nachzuvollziehen, da hier der Sport und Vereine auf der Strecke blieben.

Sie forderte die Anwesenden zudem auf, am 9. November am Bürgerentscheid teilzunehmen. Dabei gehe es schließlich um Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze. Ebenso ging sie auf die Einsparungen im Haushalt der Stadt ein und sprach sich für eine fraktionsübergreifende Lösung aus, die aber konkret alles auf den Prüfstand stelle und nicht nur punktuell Ansätze beleuchte.

86 aktive Kreisverbände habe die CSA in Bayern, zählte Gollwitzer auf. "In Weiden ist ein sehr aktiver, und darauf bin ich als Kreisvorsitzender stolz". Zu den zu Ehrenden gewandt, sagte er: "Sie stehen ein für etwas, stehen vorne und stehen zu unserer CSA". Einen großen Raum nahm die Stadtpolitik an diesem Abend ein. Die Gäste nutzten die Veranstaltung, um die Stadträte Alois Lukas, Markus Bäumler, Hans Forster, Stephan Gollwitzer und Dagmar Nachtigall zu aktuellen Themen zu befragen.

Beispielhafter Einsatz

Diskussionen gab es über die geplanten Kürzungen im Kulturbereich und über die Finanzlage der Stadt. Als gutes Beispiel wurde das Engagement der Bürger gewürdigt, die nun Grünanlagen für die Stadt pflegten. Nur ein Miteinander und Transparenz werde zu einer erfolgreichen Sparpolitik und Akzeptanz führen. Aus diesem Grund, erzählte Lukas, würde man sich jeden Mittwochnachmittag im Fraktionsbüro mit den betroffenen Vereinen oder Gliederungen treffen und über mögliche Einsparungen sprechen.

Ehrungen für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielten Werner Meckl und Adolf Pfister. Für 40 Jahre: Josef Eisenhut. Für 35 Jahre: Karlheinz Müller, Georg Forster und Gerhard Hofmann. Für 15 Jahre: Elke Richter und Laura Zetzl.
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