Überschuss erwirtschaftet - anstehende Sanierung
Stadtwerke geben Gas

Im April 2015 soll der Erweiterungsbau der Stadtwerke bereits bezogen werden. Dann startet die Teilsanierung des Altbaus. Bild: Steinbacher

Der warme Winter und die günstigen Gaspreise: Das ließ keine Rekordumsätze zu. Dennoch sind die Stadtwerke Weiden zufrieden. Sie erwirtschafteten im Jahr 2013 einen Überschuss von fast 965 000 Euro. Und jeder Cent wird auch gebraucht.

Es gab zwar Verschiebungen, doch "unterm Strich" haben die Stadtwerke wieder einen stattlichen Jahresüberschuss erzielt, bestätigt Vorstand Johann Riedl. 150 000 Euro wanderten bei der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates sofort in die Rückstellungen. Denn auf das junge Kommunalunternehmen warten noch Sonderaufgaben, wie zum Beispiel die Sanierung des Areals an der Gaswerkstraße.

Bei der Gründung des Erweiterungsbaus für die Verwaltung haben sich die Altlasten gezeigt, die aus der Zeit stammen, als die Stadtwerke Kohle zu Gas "verkochten". "Reststoffe sind im Bereich der einstigen Kessel und entlang der Bahn noch im Boden." In fünf Jahren solle die Sanierung starten. Die eingebrachten Pegel, "auch drüben bei der Stadtsparkasse", hätten gezeigt, dass der Untergrund "sehr dicht" sei und keine Gefahr bestehe.

Die Stadtwerke investieren im Jahr 2015 erneut deutlich mehr als die Stadt selbst. Über acht Millionen Euro stellt der Verwaltungsrat im neuen Wirtschaftsplan bereit. Nach dem Bezug des Erweiterungsbaus für die Verwaltung - geplant für April 2015 - steht die Sanierung im Altbau (z. B. Einbau neuer Medienleitungen) an. Eine Million Euro ist dafür nötig. Mit 500 000 Euro können die Stadtwerke im Jahr 2015 bereits planen.

Fass ohne Boden

Weiterhin als Fass ohne Boden erweisen sich die Freizeiteinrichtungen. Seit 2005 flossen in die Saunen- und Thermenwelt sowie in das Eisstadion fast neun Millionen Euro. Damit verbesserte sich nicht nur die Energiebilanz, sondern auch die Attraktivität. Und daran feilen die Stadtwerke auch im nächsten Jahr. Sie sanieren das Dach der Freieisfläche sowie die Fassade des Eisstadions, stellen die Außenbeleuchtung auf LED um, optimieren weiter die Wärmenutzung, bringen das Logo "Hans-Schröpf-Arena" an der Wand der Ostkasse an, hübschen Duschen und die WC-Kabinen auf. Dieses Paket summiert sich auf 370 000 Euro.

Großraumsauna

Die Saunen- und Thermenwelt erhält ein neues Kinderbecken (100 000 Euro) sowie eine Großraumsauna, die 40 bis 50 Gäste aufnehmen und auf bis zu 100 Grad aufheizen kann. "Wir sehen hier noch einen echten Bedarf", betont Riedl. Für die Großraumsauna sind 90 000 Euro vorgesehen. In einigen der bereits vorhandenen Saunen steht der Austausch der Holzbänke und Liegen an.

Endlich finanziert ist der Kauf einer neuen Laseranlage sowie die Umrüstung der Beleuchtung im Eingangsbereich sowie in den Sammelunterkünften auf LED-Technik. Neue Decken gibt's in den Duschen, WC und Umkleidebereichen.

Der Außenbereich der Gaststätte wird umgestaltet, die Filteranlage für Sport-, Springer- und Außenkaltbecken sowie die Mess- und Regeltechnik saniert. Insgesamt wollen Vorstand und Verwaltungsrat im Jahr 2015 rund 583 000 Euro in die Thermenwelt investieren. "Wir müssen uns weiterhin an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Besucher orientieren", unterstreicht Riedl, der dabei durchaus "veränderte Öffnungszeiten in bestimmten Bereichen" im Auge hat.
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