Ungewöhnlicher Verkehrssünder in Wallach: Polizei auf der Suche nach einem Pferd
Flucht mit 1 PS

Ein tierischer Verkehrssünder wird abgeführt: Mit Hilfe einer Pferdetrainerin gelang es den Gesetzeshütern, den herrenlosen Wallach auf dem Fischerberg einzufangen. Bild: Polizei

Ein ungewöhnlicher Verkehrsteilnehmer war mit einer Pferdestärke in der Leuchtenberger Straße unterwegs. Eben ein Pferd. Weiß, mit Sattel. Aber ohne Reiter. Ein Fall für die Weidener Sheriffs.

Die Frau glaubte wohl, sie tritt ein Pferd. In der Leuchtenberger Straße kam ihr ein Wallach entgegen. Weiß, mit Sattel. Aber ohne Reiter. Die Autofahrerin verständigte die Polizei.

Die berichtet erst jetzt von dem Vorfall, der sich bereits am Sonntag gegen 9 Uhr ereignete. Überschrift des Presseberichts: "Wilder Westen im Weidener Osten". Denn nun hefteten sich die Sheriffs dem Pferd an die Hufe: Zwei Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion und eine der Verkehrspolizei machten sich auf die Suche nach dem Tier. Die Bürger halfen mit: In mehreren Anrufen wurde den Beamten die aktuellen Pferde-Sichtungen mitgeteilt.

Notrufe gingen über die "112" auch bei der Integrierten Leitstelle ein. Was für ein Zufall: Dort hatte zufällig eine Frau Dienst, die sich nebenberuflich als Pferdetrainerin engagiert. Auch sie ging sofort auf die Suche nach dem Tier. Dieses war zunächst stadteinwärts galoppiert, bevor es sich doch vom satten Grün im Bereich Tröglersricht locken ließ. Dort entdeckten es die Polizisten. Mit einer weiteren Streife rückte die Pferdetrainerin an. Die Gesetzeshüter kreisten das herrenlose Tier ein, die Pferdetrainerin nahm Kontakt mit ihm auf.

Von ihr ließ sich der 16 Jahre alte Wallach "Wicki" schließlich zum Treffpunkt mit seiner Besitzerin führen - unter Polizeischutz. Inspektionssprecher Karl Gaach bilanziert "eine erfolgreiche Gemeinschaftsaktion von Polizei und Rettungsdienst", dank der Wickis erlebnisreicher Ausflug schadlos zu Ende ging.
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