Unterzucker möglichst vermeiden - Ärzteverbund Oberpfalz Nord organisiert Patientenseminar
Bei Diabetes keine Mahlzeit auslassen

Regina Timmler-Berger. Bild: R. Kreuzer
(kzr) Ein Patientenseminar zum Thema Unterzucker organisierte der Ärzteverbund Oberpfalz Nord in der Max-Reger-Halle. Dabei klärte Diabetesberaterin Regina Timmler-Berger zunächst über grundlegende Fragen auf, wie: "Was ist eine Unterzuckerung überhaupt?" Auch Dr. Georg Aderbauer und Dr. Susanne Friedrich-Kraus standen für Fragen zur Verfügung.

Regina Timmler-Berger erklärte den medizinischen Begriff der Unterzuckerung (Hypoglykämie), eine sehr häufige Nebenwirkung bei der Behandlung des Diabetes mellitus. "Dies entsteht, wenn der Insulinmenge im Blut keine ausreichende Menge Blutzucker gegenübersteht." Dann senkt Insulin die Blutzuckerkonzentration so stark ab, dass die Funktionsfähigkeit der Zellen beeinträchtigt ist. Als frühe Anzeichen einer Unterzuckerung, die sofort behandelt werden sollten, nannte die Referentin: Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen, auch Benommenheit bis hin zu Sprachschwierigkeiten oder Krampfanfällen. Wenn Unterzuckerung im Schlaf auftrete, könnten das nächtliche Erwachen mit Unruhe und Alpträumen Symptome sein - oder auch Kopfschmerzen und durchgeschwitzte Kleidung.

Wenn sich der Patient noch selbst helfen kann, sollte er Traubenzucker möglichst mit Flüssigkeit einnehmen. Die Getränke dürfen aber keinen Süßstoff enthalten. Unterstützen könnten langsam wirkende Kohlenhydrate - wie beispielsweise in Apfel oder Banane -, dann sollte gemessen werden, ob der Blutzuckerwert steigt.

Regelmäßig auftretende Unterzuckerungen könnten zur Folge haben, dass sich der Organismus im Laufe der Zeit an zu niedrige Blutglukose-Werte gewöhnt. Auf die Frage eines Besuchers, wie die Unterzuckerung überhaupt entsteht, sagte Regina Timmler-Berger, dass schon das Auslassen einer Mahlzeit oder zu hohe Dosen von Insulin oder blutzuckersenkenden Medikamenten dazu beitragen können. Auch körperliche Anstrengung, der Genuss von Alkohol oder starke Hitzeeinwirkung sind mögliche Auslöser.
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